Die besten Taxis der Welt

15. November 2013, 12:14
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Taxifahrer in London haben das größte Gehirn und sind am beliebtesten. Sauberkeit, Freundlichkeit und Fahrkönnen sind Fahrgästen nicht so wichtig

Nach einem langen und anstrengenden Flug ist das Taxi für mehr als die Hälfte (53 Prozent) die erste Wahl für den Transfer ins Hotel. Gut, wenn man sich dann auf die Fahrkünste und Ehrlichkeit der Taxifahrer verlassen kann.

Wo man im Taxi am besten aufgehoben ist, hat hotels.com mittels Umfrage versucht heraus zu finden und das Angebot in 33 Städten (30 Ländern) auf der ganzen Welt untersucht. Ausschlaggebend dafür war, ob es in den jeweiligen Städten ausreichend valide Auswertungen gab, Wien war nicht dabei.

Wenig überraschend schneiden die Londoner "Cabs" am besten ab. Schließlich ist es in der britischen Metropole eine tatsächliche Herausforderung, einen Taxischein zu bekommen. 25.000 Straßen müssen Taxifahrer hier auswendig kennen, dazu kommen 1.400 Sehenswürdigkeiten. Außerdem gehört das Wissen über den genauen Verlauf von Einbahnstraßen sowie die kürzeste Verbindung zwischen zwei Orten zu den Grundkenntnissen. Der Erwerb eines Taxischeins in London dauert mindestens zwei Jahre und fördert Nachweislich das Wachstum von Teilen des Gehirns.

Londoner Cabs auf Platz eins

Bei der Untersuchung wurden Fahrgäste zur Qualität der Taxis befragt und für 22 Prozent sind die Londoner Cabs die Favoriten. Das ist das mit Abstand beste Ergebnis, der Zweitplatzierte - New York - liegt mit 10 Prozent um Einiges dahinter, dicht gefolgt von Tokio mit neun Prozent. Auf Platz vier landet Berlin (5 Prozent), Amsterdam, Madrid und Mexiko City teilen sich mit jeweils vier Prozent den fünften Platz. Bangkok und Mumbai folgen ex aequo mit jeweils acht Prozent auf Platz sechs.

Platz 10 bis 14 teilen sich die Städte São Paulo, Bogota, Las Vegas, Singapur und Vancouver. Es folgen Kopenhagen, Hongkong und Dublin (ex aequo Platz 18). Paris liegt gemeinsam mit Auckland, Toronto, Oslo und Milan auf Platz 23. Auf dem letzten Platz der Wertung (28) liegen Kapstadt, Boston, New Delhi, San Francisco, Edinburgh und Zürich.

Sicherheit ist am wichtigsten

Beurteilt wurden verschiedene Faktoren, etwa die Sicherheit, die für 22 Prozent der Befragten Fahrgäste wichtig ist. Zu welchem Preis man von A nach B kommt ist abhängig von der Stadt, manchmal auch vom Taxifahrer oder der Aufmerksamkeit der Fahrgäste. Auf jeden Fall ist der Preis für 20 Prozent der Befragten ein wichtiges Kriterium für eine Bewertung. Ob sich der Fahrer in den Straßen der Stadt, durch die er fährt, auch auskennt, finden nur 17 Prozent wichtig. Wie ärgerlich es ist, wenn man dringend ein Taxi braucht und einfach keines zu finden ist, hat fast jeder schon erlebt. Für 14 Prozent ist die Verfügbarkeit auch eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale. Ob der Fahrer rücksichtslos durch die Straßen brerttert, an jeder Ampel eine Vollbremsung hinlegt oder rücksichtsvoll und vorausschauend fährt, ist nur für elf Prozent der Fahrgäste wirklich wichtig. Auch die Sauberkeit beschäftigt nur acht Prozent der Befragten. Es ist übrigens fast unerheblich, ob der Fahrer die Grundregeln der Freundlichkeit beherrscht, denn nur sieben Prozent der Fahrgäste achten auf die Umgangsformen des Chauffeurs.

Richtig sauer werden Fahrgäste hingegen, wenn Taxifahrer versuchen, durch Extrakilometer ihren Verdienst zu verbessern. Dabei rundet ein großer Teil der Gäste den Fahrpreis auf oder gibt zehn Prozent Trinkgeld. Oder sie hinterlassen seltsame "Geschenke" im Auto. In den USA vergaß ein Fahrgast etwa einen Vogel im Käfig. Nicht weniger seltsam war der Fund eines australischen Taxifahrers, der eine Protese auf der Rückbank fand. (todt, derStandard.at, 15.11.2013)

  • Die Taxifahrer in London sind lebende Navigationsgeräte und haben das gesamte Straßennetz der Stadt im Kopf.

    Die Taxifahrer in London sind lebende Navigationsgeräte und haben das gesamte Straßennetz der Stadt im Kopf.

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