Tanz in seiner ureigenen Form

7. November 2013, 18:12
posten

Im Rahmen des Tanzfestivals "tanz ist" gastiert die Tanzlegende Koffi Kôkô im Spielboden in Dornbirn

Dornbirn - Der aus Benin stammende und in Frankreich lebende Künstler zählt zu den bedeutendsten Mitbegründern des modernen afrikanischen Tanzes. Er kreierte einen Tanzstil, der sich auf die rituellen Voodoo-Zeremonien beruft und weit über den Begriff Ausdruckstanz hinausgeht. Ein innerer Prozess findet statt, emotionale Kämpfe werden geführt und finden in der körperlichen Bewegung ihre Katharsis.

Sein neues Soloprogramm La Beauté du Diable versteht sich als eine tänzerische Annäherung an "Die Schönheit des Teufels" und bringt die Dualität zum Vorschein, die in uns allen angelegt ist. Denn Hölle und Teufel, Paradies und Gott sind für ihn alles Metaphern für das, was in uns existiert.

Ein zuvor gezeigter Film ermöglicht Einblicke in die künstlerische Arbeit von Koffi Kôkô, dessen Tanzform auch als ein Orakeltanz - ein uraltes Gebet - verstanden wird.

Zusätzlich zur Aufführung hält Koffi Kôkô am Donnerstag und am Freitag von 18.30 bis 20.30 Uhr den Workshop "Danse Africaine Moderne" ab, der auch ohne Vorkenntnisse besucht werden kann. Im Vordergrund steht nicht die Erlernung technischer Grundlagen, sondern die Wahrnehmung des eigenen Körpers, der eigenen Energien und das Wachrufen von Körpererinnerungen, aus denen heraus sich tänzerische Prozesse entwickeln können.

Begleitet wird Koffi Kôkô sowohl bei den Workshops als auch bei seinen Auftritten von den Musikern Achill Acakpo, Janos Crecelius und Moussa Coulibaly. Anmeldungen zu den Workshops unter: office@tanzist.at. (Nicole Wehinger, DER STANDARD, 8.11.2013)

Spielboden Dornbirn, Färbergasse 15, Dornbirn

Link

www.spielboden.at

  • Hölle und Teufel, Paradies und Gott als Metaphern für das, was in uns existiert: Der aus Benin stammende Koffi Kôkô in "La Beauté du Diable".
    foto: arnaldo j g torres

    Hölle und Teufel, Paradies und Gott als Metaphern für das, was in uns existiert: Der aus Benin stammende Koffi Kôkô in "La Beauté du Diable".

Share if you care.