Wiener Kinderstadt Minopolis schließt: Vermieter überrascht

6. November 2013, 14:58
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Danube Flats GmbH betont: Waren bis zuletzt gesprächsbereit

Wien - Die "Kinderstadt" Minopolis wird ihren Standort an der Wiener Reichsbrücke schließen - weil man sich nicht mit dem Vermieter einigen konnte, wie in einer Aussendung am gestrigen Dienstag betont worden war. Der Eigentümer der Liegenschaft zeigte sich darüber nun verwundert. Man sei bis zuletzt gesprächsbereit gewesen, hieß es in einer Aussendung am Mittwoch. Die Kinderattraktion überlegt unterdessen einen neuen Standort im Prater.

Die Danube Flats GmbH, ihres Zeichens Eigentümerin und Vermieterin der Liegenschaft am Standort Reichsbrücke, betonte, dass man Minopolis trotz Mietrückständen "mehrfach entgegengekommen" sei. Für eine Verlängerung des Bestandsvertrags sei jedoch nun eine Bankgarantie zur Abdeckung für künftige Betriebskosten erbeten worden. "Selbst wenn diese nicht erfolgt wäre, bestand seitens der Danube Flats GmbH aber weiterhin Gesprächsbereitschaft", hieß es. Dieses Angebot sei von Minopolis aber nicht mehr wahrgenommen worden.

An Übersiedlung festgehalten

Die Wiener Kinderstadt - konkret die Eigentümergesellschaft Minopolis Edutainment AG - hatte zuletzt beklagt, dass es nicht gelungen sei, mit dem Vermieter eine "wirtschaftlich vertretbare Einigung" zu erzielen. Somit ende das Mietverhältnis "per sofort".

Man halte jedoch an den Plänen zur Übersiedelung der Kinderstadt in den Prater im Sommer 2014 fest, wurde betont. Details zum Umzug an den neuen Standort gab es vorerst noch nicht. Minopolis wurde 2005 in Wien gegründet und zählte nach eigenen Angaben in den vergangen acht Jahren mehr als 1,5 Millionen Besucher. (APA, 6.11.2013)

  • Die Kinderstadt möchte umziehen.
    foto: standard/hendrich

    Die Kinderstadt möchte umziehen.

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