Merkel gegen Sisi: Die vermeintliche Entführung einer Kaiserin

6. November 2013, 10:32
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Der Diebstahl des Sisi-Gemäldes ist ein PR-Gag - Das Originalbild befindet sich in Privatbesitz

"Schauen wir einmal, ob noch alles da ist", mit diesen Worten empfängt Olivia Lichtscheidl, Leiterin der Ausstellungen des Sisi-Museums, die Journalisten. Ihre gute Laune verrät: Ja, es ist noch alles da. Die "Entführung" eines Gemäldes, das die Kaiserin Sisi zeigt, war nur ein Scherz der "Bild"-Zeitung und mit der Museumsleitung abgesprochen.

Anlass war der vermeintliche Diebstahl der Zugspitze durch Tiroler Bergsteiger vor eineinhalb Wochen. Dabei handelte es sich jedoch um eine Werbeaktion der Wiener Modellbaumesse. Der Sisi-Coup sollte eine deutsche Retourkutsche an die Österreicher sein. Man habe diesem Scherz nicht im Wege stehen wollen, lautet die Erklärung Lichtscheidls.

Eine Video auf der "Bild"-Seite zeigt, wie die Reporter in der Nacht das berühmte Bild stehlen, das Sisi mit offenen Haaren zeigt. An den freien Platz wurde ein gerahmtes Bild von Kanzlerin Angela Merkel gehängt. Die vermeintlichen Täter arbeiteten jedoch mit weißen Handschuhen - ein erster Hinweis, dass es sich um eine mit dem Museum abgesprochene Aktion handelte.

Kein Original

Der Scherz ist jedoch nicht ganz aufgegangen: Bei dem gestohlenen Bild handelte es sich nämlich lediglich um eine Reproduktion. Das Originalbild befindet sich in Privatbesitz. Die weißen Handschuhe dienten trotzdem der Sicherheit. "Denn es befinden sich noch andere Dinge in dem Raum, die kostbar sind", betont Lichtscheidl. (jus, derStandard.at, 6.11.2013)

  • Sisi ist noch da, Angie ist jetzt auch mit dabei.
    foto: derstandard.at

    Sisi ist noch da, Angie ist jetzt auch mit dabei.

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