Nach Äußerungen über Schwule plant Barilla neue Werbung

5. November 2013, 14:15
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Kurskorrektur: Werbungskonzept soll von US-Aktivist David Mixner mitgestaltet werden

Der italienische Pasta-Hersteller Barilla reagiert auf den internationalen Eklat, den sein Präsident Guido Barilla mit der Behauptung ausgelöst hat, er würde nie Werbung mit Homosexuellen schalten. Nach heftigen Protesten von Schwulenverbänden hat das Unternehmen jetzt die Gründung eines Komitees zur Förderung der "Inklusion" von Homosexuellen angekündigt. "Wir arbeiten an einem neuen Werbekonzept, das inklusiver als bisher sein soll", sagte Firmensprecher Luca Virginio nach Angaben italienischer Medien.

An der neuen Kampagne sollen sich Paralympics-Star Alessandro Zanardi sowie der US-Aktivist für Schwulenrechte, David Mixner, beteiligen. Barilla möchte einen Platz im "Corporate Equality Index" erobern, dem jährlichen Ranking des Verbands "Human Rights Campaign", das die schwulenfreundlichsten Unternehmen in den USA auszeichnet.

Kurskorrektur

Guido Barilla hatte im September in einem Radio-Interview gesagt, der Konzern unterstütze die "klassische Familie, in der die Frau eine fundamentale Rolle hat". Wenn dieses Homosexuellen nicht gefalle, dann könnten sie eine andere Nudelmarke wählen. Als seine Äußerungen im Internet um die Welt gingen, Proteste sowie Boykott-Aufrufe aufkamen, "korrigierte" sich Barilla. Es gehe nicht darum, dass er Homosexuelle und Schwulen-Ehen nicht respektiere, hatte der Chef des größten Nudelherstellers mit Sitz in Parma erklärt. Er denke allerdings nicht wie sie, und die Barilla-Werbung ziele auf die traditionelle Familie. (APA, 5.11.2013)

  • Die Konkurrenz bei Altheasughi schlug aus dem Barilla-Skandal mit einer Online-Kampagne Profit.
    foto: screenshot: facebook.com/altheasughi

    Die Konkurrenz bei Altheasughi schlug aus dem Barilla-Skandal mit einer Online-Kampagne Profit.

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