Italiens Popstars der Biere

Kolumne13. November 2013, 08:27
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Italien ist zur interessantesten Bierregion Europas aufgestiegen - Was waren die Erfolgsfaktoren für den Bierboom?

Bruno Carilli von der Birrificio Toccalmatto, Leondaro di Lorenzo von Del Borgo und Teo Musso vo Baladin haben in der internationalen Bierszene den Status von Popstars erlangt - die neuen italienischen Brauer feiern Erfolge, von denen man vor 15 oder 20 Jahren nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Da galt Italien als Weinland - und aus. Interessante Biere gab es allenfalls als Import.

Und da liegt wohl einer der Schlüssel für den Aufstieg der jungen Brauer: Die Importe (vorzugsweise Starkbiere aus England, Belgien, Dänemark, aber auch das Samichlaus aus Österreich) inspirierten neue Kreationen.

Intensiv schmeckende Biere

Wichtiger noch: Sie bereiteten für die Newcomer den Markt auf. Konsumenten interessierten sich mehr und mehr für intensiv schmeckende Biere, die sich deutlich von den erfrischenden, aber sonst wenig profilierten Lagerbieren der Großbrauereien abgesetzt haben.

Dieses Interesse wurde durch Informationen unterstützt: In der Roma Beer Company ist beispielsweise nicht nur auf der Bierkarte jedes Angebot erklärt, Bierstil, Charakter und Zutaten werden sogar auf den Zapfhahnschildern ausgewiesen. Spezialisierte Biergeschäfte bieten importierte Starkbiere neben den italienischen Interpretationen von Russian Stout, IPA oder Belgian Triple an. Das erreicht zwar nur ganz bestimmte, junge Konsumenten - aber es reicht für einen Boom.  (Conrad Seidl, Rondo, DER STANDARD, 8.11.2013)

  • In der Roma Beer Company ist nicht nur auf der Bierkarte jedes Angebot erklärt.
    foto: conrad seidl

    In der Roma Beer Company ist nicht nur auf der Bierkarte jedes Angebot erklärt.

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