Neue Festplatten mit Helium erhöhen Kapazität

4. November 2013, 13:27
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Western Digital hat Methode entwickelt, um das Gas in den Festplatten zu behalten

Länger als ein Jahrzehnt soll Festplattenhersteller Western Digital an einer Methode entwickelt haben, um Helium in einer Festplatte einzuschließen. Nun soll der Durchbruch gelungen sein, das Ergebnis ist dabei relativ erstaunlich. Die bereits im Vorjahr angekündigten Festplatten sind laut Western Digital nun bereit für einen Marktstart.

Doppelte Kapazität

Das Subunternehmen HGST verkündete am Montag, nun eine 3,5-Zoll-Platte auf den Markt zu bringen, die mit Helium gefüllt ist und deshalb 50 Prozent mehr Kapazität habe als der momentane Industriestandard dieser Festplattengröße - nämlich vier Terabyte. Zusätzlich verbrauche die Festplatte 23 Prozent weniger Energie und ist 38 Prozent leichter.

Noch keine Preise

Die sechs Terabyte große "Ultrastar He6" beinhaltet sieben Magnetscheiben, wo vorher nur fünf Platz hatten – bei gleicher Größe, wie Computerworld berichtet. Die Preise für diese Festplatten sind noch nicht bekanntgegeben worden. Sie sollen an Server- und Speicherhersteller verkauft werden.

Netflix als erster Interessent

Durch das Helium würden die beweglichen Teile mit weniger Widerstand konfrontiert werden, was zu besserer Energieleistung führe. Ein erster Interessent hat sich auch schon zu Wort gemeldet: Netflix beteuert, dass durch die neuen Festplatten die Infrastruktur des Videostreaming-Services deutlich optimiert werden könnte. Mit großen Unternehmen wie HP, Huawei, dem CERN und großen Tech-Unternehmen mit riesigen Datenzentren arbeite man bereits zusammen. (red, derStandard.at, 4.11.2013)

  • Mehr Magnetscheiben und weniger Energieverbrauch. Die neuen mit Helium gefüllten Festplatten von Western-Digital-Tochter HGST.
    foto: hgst

    Mehr Magnetscheiben und weniger Energieverbrauch. Die neuen mit Helium gefüllten Festplatten von Western-Digital-Tochter HGST.

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