PlayStation 4 unterstützt keine MP3s und Musik-CDs

31. Oktober 2013, 15:21
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FAQ legt Fähigkeiten und Einschränkungen der Next-Gen-Konsole offen

Sony hat auf seinem Blog ein ausführliches Set an Fragen und Antworten zur bald erscheinenden PlayStation 4 (PS4) veröffentlicht. Dieses legt allerlei Vorteile, aber auch Einschränkungen der Next-Gen-Konsole übersichtlich offen.

Einmal mehr bestätigt Sony den Starttermin und Preis des Geräts. In Österreich und Deutschland sowie zahlreichen weiteren Ländern Europas kommt die PS4 am 29. November in den Handel und wird 399 Euro kosten. Manche Länder müssen bis 2014 warten, am spätesten ist Japan dran, dort ist die Konsole ab 22. Februar verfügbar. Der Lieferumfang umfasst neben dem Spielgerät einen kabellosen Dualshock-Controller nebst Ladekabel, ein Mono-Headset und ein zwei Meter langes HDMI-Kabel.

Festplatte austauschbar, aber keine Daten per USB

500 GB Speicher bietet die PS4, zum Einsatz kommt eine SATAII-Festplatte mit 5.400 RPM. Diese kann der Nutzer selbständig tauschen, solange die Ersatzfestplatte ins Gehäuse passt und mindestens 160 GB fasst. Allerdings: Externe Datenträger unterstützt die Playstation 4 trotz USB-Port nicht, das Auslagern oder Einlesen von Spielen von Sticks oder USB-Festplatten ist also nicht möglich.

Die zehnfache Performance der PlayStation 3 verspricht Sony und rein theoretisch ist auch 4K-Support auch denkbar, aber nicht implementiert. Entsprechende Überlegungen gibt es zwar bei dem Hersteller, jedoch noch keine definitive Entscheidung.

Audio-CDs nicht abspielbar

Für physikalisch erworbene Spiele nutzt die PS4 ein Blu-ray-Laufwerk, über das auch Filme angesehen werden können. Auch DVDs werden unterstützt. Wer Musik-CDs auf der Konsole anhören will, wird aber enttäuscht. Die neue PlayStation verfügt auch nicht über einen normalen Audioplayer für MP3s – wer Musik hören will, ist auf Sonys kostenpflichtigen Music Unlimited-Dienst angewiesen. Die MP3-Kompatibilität könnte allerdings nachgereicht werden, sagt Sony. Gleiches gilt für die zum Start fehlende Funktion, Inhalte via DLNA über lokale Netzwerke zu streamen.

Über den Share-Button wird man Screenshots und bis zu 15 Minuten lange Aufzeichnungen von seinen Spielerlebnissen machen können. Zum Start können diese via PSN, U-Stream und Twitch geteilt werden, eine Youtube-Unterstützung folgt erst nachträglich. Über Twitch und das PSN kann man seine Spiel-Sessions auch Live-Streamen. Aufzeichnungen und Streams können jedoch herstellerseitig bei jedem Spiel ganz oder teilweise deaktiviert werden.

Keine Unterstützung für PS2- und PS3-Games

Abwärtskompatibilität ist, wie bereits bekannt, ebenfalls nicht vorgesehen, was dem Wechsel von der CELL- zur x86-Hardwarearchitektur geschuldet ist. Liebgewonnene PS2- oder PS3-Games können also nicht auf der PS4 ausgeführt werden.

Zum Anschluss an TV-Geräte und Bildschirme steht ausschließlich ein HDMI-Ausgang zur Verfügung, analoge Ausgänge gibt es nicht. Externe Lautsprecher können über die optischen Ausgänge angesprochen werden, wobei 5.1- und 7.1-Surround unterstützt werden.

Update auch für "Offliner"

Da eine ganze Reihe an Features erst durch ein Software-Update zum Release freigeschalten werden, hat Sony auch eine Lösung für Kunden ohne tauglichem Internetanschluss finden müssen. Diese können sich an das Unternehmen wenden und erhalten die Aktualisierung zum Einspielen auf einer Blu-ray-Disc zugesandt. Alternativ kann das Update auch heruntergeladen und via USB im Safe Mode installiert werden.

Interessantes Detail am Rande: Die Geschichte der PlayStation 4 reicht laut Sony bis ins Jahr 2008 zurück. Schon damals sollen die ersten konzeptuellen Diskussionen zu dem Gerät stattgefunden haben. (red, derStandard.at, 31.10.2013)

  • Den Fortschritten der PS4 stehen auch ein paar Einschränkungen gegenüber.
    foto: sony

    Den Fortschritten der PS4 stehen auch ein paar Einschränkungen gegenüber.

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