Verfahren gegen Leo Wallner eingestellt

29. Oktober 2013, 19:52
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Ex-ÖOC-Präsident sieht sich nach Untreue-Verdacht rehabilitiert - Staatsanwaltschaft Salzburg konnte kein strafrechtlich relevantes Verhalten feststellen

Salzburg/Wien - Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat das Verfahren gegen Leo Wallner (78), den ehemaligen Präsidenten des Österreichischen Olympischen Komitees, eingestellt. Das teilte Wallner am Dienstagabend in einer Aussendung mit. In der Benachrichtigung, die Wallner am Dienstag zugestellt wurde, würde die Staatsanwaltschaft ausführen, dass trotz jahrelanger Ermittlungen kein strafrechtlich relevantes Verhalten festgestellt werden konnte.

"Der ehemalige Generaldirektor der Casinos Austria AG und Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) sieht sich bestätigt und ist zugleich erfreut, dass das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue zum Nachteil des ÖOC und des Olympia Fördervereins sowie wegen des Verdachts der betrügerischen Krida und Begünstigung eines Gläubigers von der Staatsanwaltschaft Salzburg gänzlich eingestellt wurde", hieß es in der Aussendung Wallners.

Rücktritt nach finanziellen Ungreimtheiten

Wallner war im September 2009 nach knapp 19-jähriger Amtszeit als ÖOC-Präsident zurückgetreten. Er setzte den Schritt in Zusammenhang mit finanziellen Ungereimtheiten im ÖOC.

Der ehemalige ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth, muss hingegen wegen Untreue mit einer Schadenssumme von 3,3 Millionen Euro bekanntlich für fünf Jahre ins Gefängnis. Das Wiener Oberlandesgericht (OLG) hatte im Juli die über Jungwirth verhängte Strafe des Wiener Straflandesgerichts bestätigt.

Laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft werde sich diese erst am Mittwoch oder Donnerstag äußern. Man wolle abwarten, bis alle an dem Verfahren Beteiligten über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft schriftlich informiert worden seien. (APA/red - 29.10. 2013)

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