Eine kleine Geschichte des Sparens

Ansichtssache31. Oktober 2013, 08:12
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Sparen, um in der Not etwas zu haben, Geld zurücklegen als Bürgerpflicht oder beiseitelegen für eine schöne Freizeitgestaltung: ein durchaus lückenhafter Streifzug durch die Geschichte des Sparens – unter Verwendung von Material und Fotos aus dem Archiv der Erste Bank und der Sparkassen.

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foto: erste bank und sparkasse

Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not: Einen Notgroschen zur Seite legen ist eine Idee, die dem neunzehnten Jahrhundert entstammt. Heute hat angesichts der mickrigen Zinsen ja eher seine Not, wer spart, zumindest, wenn er Bares zur Seite legt. Das erste Sparbuch Zentraleuropas (im Bild) wurde am 4. Oktober 1819 in Österreich ausgegeben, wie dem Archiv von Erste Bank und Sparkasse zu entnehmen ist.

Das Einlagebuch Nr. 1 der Ersten Oesterreichischen Spar-Casse war das erste von 100 Sparbüchern, die damals "unter würdigen Kindern der unteren Klassen von zwölf bis 15 Jahren" verteilt wurden. Das gestiftete Guthaben von zehn Gulden (heute etwa 140 Euro) mitsamt Zinsen durfte Inhaberin Marie Schwarz erst mit Vollendung des 20. Lebensjahres beheben. 29 Jahre lang wurde kein Kapital zugezahlt, es wurden nur zweimal jährlich die Zinsen nachgetragen. Tatsächlich ließ sich Marie Schwarz im Alter von etwa 45 Jahren ihr Guthaben im Revolutionsjahr 1848 ausbezahlen. Zinsen gab es damals, von denen man heute nur träumen kann: Bei einem Durchschnitts-Zinssatz von vier Prozent per anno war Frau Schwarz' Startkapital auf über 30 Gulden gewachsen.

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