Stapelweise Sitzkomfort

29. Oktober 2013, 17:03
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Formschönheit als Wegbegleiter

Design: Trouvaillen dieser bei Sammlern gefragten Kategorie fanden sich von jeher im Angebot des heimischen Kunsthandels. Vergangenes Jahr verhalf man der Sparte zu mehr Aufmerksamkeit und rückte den Begriff in den beschreibenden Untertitel der Art & Antique Hofburg Vienna auf:Seitdem heißt der im Herbst in der Hofburg veranstaltete Verkaufsevent "Die Messe für Kunst, Antiquitäten und Design".

Auf entsprechende Eyecatcher trifft man beispielhaft im Bereich Glas, etwa mit den fröhlich anmutenden Pulcinos (Küken, ital.) aus Murano (Glasgalerie Kovacek, Wien) oder den raffinierten Kreationen der Manufaktur Lötz Witwe (Kunsthandel Kolhammer, Wien). Einblick in das Schaffen renommierter österreichischer Designpioniere gewährt traditionell die Galerie bei der Albertina (Wien): aktuell mit einem um 1908 von Josef Hoffmann entworfenen Sessel-Sextett oder einer ebenfalls im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts von Jacob & Josef Kohn ausgeführten Glasvitrine.

Jüngeren Klassikern begegnen Liebhaber von Vintage-Mobiliar beim Messe-Debütanten Galerie Zeitloos (Wien), die sich dem Spektrum Farbe, Licht, Sitzkomfort und Formschönheit als Wegbegleiter der 1950er- bis 1970er- Jahre verschrieben hat. Das hier inszenierte Designmenü reicht vom legendären stapelbaren Stadthallensessel Roland Rainers (1955) bis zu einem Lounge Chair aus der Independence-Serie von Karl Wittmann (1970). Überblick über zeitgenössische Wohnkultur gewährt hingegen die erstmals nahezu zeitgleich stattfindende Partnermesse Wohndesign Pure Vienna (14. bis 17. 11.). (kron, Spezial, DER STANDARD, 30.10.2013)


Dieser Artikel entstand mit finanzieller Unterstützung von MAC Hoffmann. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim STANDARD.

  • 1955 entwarf Roland Rainer diesen Klassiker – den stapelbaren Stadthallen­sessel.
    foto: zeitloos

    1955 entwarf Roland Rainer diesen Klassiker – den stapelbaren Stadthallen­sessel.

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