Senatssprecherin: Universitäten sind "keine Spielmasse"

28. Oktober 2013, 10:38
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Kucsko-Stadlmayer ist neue Sprecherin der Uni-Senatsvorsitzenden - Sie folgt auf Strafrechtler Helmut Fuchs

Die Vorsitzende des Senats der Universität Wien, Gabriele Kucsko-Stadlmayer, ist zur neuen Sprecherin der Senatschefs der österreichischen Unis gewählt worden. Die Professorin für Verfassungs- und Verwaltungsrecht, die auch Ersatzmitglied des Verfassungsgerichtshofs ist, folgt in dieser Funktion auf den Strafrechtler Helmut Fuchs (ebenfalls Universität Wien), hieß es am Montag in einer Aussendung.

Bei ihrer Herbstkonferenz forderten die Senatsvorsitzenden die Erhaltung des Wissenschaftsministeriums. "Es ist schon ein katastrophales Signal, auch nur zu erwägen, die Verantwortung für die Universitäten auf mehrere Ministerien aufzuspalten und an Großressorts anzuhängen", so Kucsko-Stadlmayer. Die Universitäten seien "keine Spielmasse, die bei Koalitionsverhandlungen nach parteitaktischen Erwägungen von einem Ministerium zu einem anderen herumgeschoben werden kann".

Zwei Prozent des BIP für tertiären Bildungssektor

Weiters verlangen die Senatsvorsitzenden konkrete Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung der Universitätsfinanzierung im Budgetrahmengesetz 2016-18. "Die Pflicht, zwei Prozent des BIP für den tertiären Bildungssektor aufzuwenden, muss endlich verbindlich im Gesetz festgeschrieben werden." Das sei im Sommer als Voraussetzung zur Zustimmung der Senate zur Einrichtung einer Medizinfakultät an der Uni Linz versprochen worden, betonte Kucsko-Stadlmayer. (APA, 28.10.2013)

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    foto: uni wien
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