Ozonloch heuer kleiner als im Durchschnitt der letzten zwei Jahrzehnte

27. Oktober 2013, 16:01
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Mit 21 Millionen Quadratkilometern ist die Zone mit einer dünneren Ozonschicht fast so groß wie Nordamerika

Washington - Das Ozonloch über der Antarktis scheint weiter zu schrumpfen: In diesem Jahr zeigte sich die Zone mit geringerer Ozon-Verteilung etwas kleiner als im Durchschnitt der vergangenen zwei Jahrzehnte. Im September und Oktober sei der Bereich durchschnittlich 21 Millionen Quadratkilometer groß gewesen, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA in Washington mit.

Seit Mitte der 1990er-Jahre liege die anhand von NASA-Satellitendaten gemessene Größe des Ozonlochs im Durchschnitt der beiden Monate bei 22,5 Millionen Quadratkilometern. Die Daten von einem Jahr reichten allerdings noch nicht aus, um sagen zu können, ob das Loch auf Dauer kleiner werde, teilte die NASA mit.

Größen-Maximum im September

Am größten war das Loch, das sich täglich in seinen Ausmaßen verändert, in diesem Jahr am 16. September: 24 Millionen Quadratkilometer und damit etwa so groß wie Nordamerika. Das größte bisher gemessene Ozonloch am 9. September 2000 war aber noch fast sechs Millionen Quadratkilometer größer.

Die Ozonschicht umhüllt die Erde wie ein Schutzschild. Seit Anfang der 1980er-Jahre beobachteten Wissenschafter eine Abnahme des Ozons in der Stratosphäre (15 bis 50 Kilometer Höhe). Über der Antarktis wiesen sie 1985 erstmals ein Ozonloch nach, das sich im südpolaren Winter bildet. Durch die dünnere Ozonschicht dringt mehr ungefiltertes UV-Licht auf die Erde, was zu Augen- und Hautschäden bis hin zu Hautkrebs führen kann. Zahlreiche Länder haben sich im Montrealer Protokoll von 1987 dem Schutz der Ozonschicht verschrieben und die Produktion von ozonschädigenden Chemikalien, vor allem von FCKW, gestoppt. (APA/red, derStandard.at, 27.10.2013)

  • Am größten war das Ozonloch heuer mit 24 Millionen Quadratkilometern am 16. September. Insgesamt war es aber kleiner als im Durchschnitt der letzten zwanzig Jahre.
    foto: nasa's goddard space flight center

    Am größten war das Ozonloch heuer mit 24 Millionen Quadratkilometern am 16. September. Insgesamt war es aber kleiner als im Durchschnitt der letzten zwanzig Jahre.

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