Neue MacBook Pro-Modelle sind kaum reparierbar

27. Oktober 2013, 15:24
326 Postings

Einzelkomponenten nur mit hohem Risiko entfernbar - festgelöteter Arbeitsspeicher

Flottere Grafik, Unterstützung für den 802.11ac-Standard und Thunderbolt 2 – das verspricht Apple den Käufern der kürzlich vorgestellten MacBook Pro-Modelle. Die potenten Laptops haben jedoch einen Haken: Sie lassen sich kaum selbst reparieren. Auch die jüngsten Geräte sind für einen entsprechenden Test von iFixit auseinandergenommen worden.

Schon letztes Jahr ließen die Reparaturspezialisten kein gutes Haar an den Apple-Notebooks. Diese vergeben eine "Reparierbarkeits"-Wertung auf einer Skala von eins bis zehn, abhängig davon, wie leicht ein Gerät sich öffnen lässt und wie gut einzelne Komponenten austauschbar sind. Die 13-Zoll-Ausgabe kassierte damals zwei Punkte, die 15-Zoll-Variante überhaupt nur einen.

Einzelne Komponenten kaum austauschbar

Daran hat sich nichts zum Besseren geändert, auch der Dreizehnzöller wurde nun mit der Minimalwertung bedacht. Lediglich das Öffnen des Gerätes geht – sofern man den entsprechenden Spezialschraubenzieher besitzt – noch einigermassen leicht von der Hand. Damit erhält man einen Blick auf die Innereien des Rechners. Hier einzelne Bestandteile erfolgreich zu entfernen, verkommt allerdings zu einer gewagten Herausforderung.

Fällt etwa das Trackpad des Gerätes aus, muss der Akku entnommen werden, unter welchem dieses durchgeführt wird. Dieser ist jedoch fest mit dem Untergrund verklebt, sodass eine Herausnahme das große Risiko birgt, das Kabel zu durchtrennen, wie MacWorld zusammenfasst.

RAM festgelötet

Ein nachträgliches RAM-Upgrade oder ein Austausch des Arbeitsspeichers ist ebenfalls nicht möglich. Bei den Geräten sind die Speicher-Riegel nämlich an das Motherboard angelötet. Leichte Hoffnung auf Austauschbarkeit gibt es bei der SSD. Hier setzt Apple nun auf den PCIe-Standard. Allerdings handelt es sich nicht um Laufwerke in 2,5-Zoll-Standardgröße, weswegen erst ein Dritthersteller kompatible Hardware bauen muss, ehe man an einen Eigentausch denken kann.

Insbesondere beim 15-Zoll-Modell warnen die Fachmänner davor, selbst Hand anzulegen. Zu leicht sei es möglich, das Gerät zu beschädigen und sich hohen Reparaturkosten auszusetzen. (red, derStandard.at, 27.10.2013)

Video: MB Pro 13 Zoll Teardown

  • Lieber nicht selbst Hand anlegen: iFixit warnt Laien davor, selbst Reparaturmaßnahmen bei den neuen MacBook Pro-Modellen vorzunehmen.
    foto: ifixit

    Lieber nicht selbst Hand anlegen: iFixit warnt Laien davor, selbst Reparaturmaßnahmen bei den neuen MacBook Pro-Modellen vorzunehmen.

Share if you care.