Bei Rauchern wirken Krebstherapien schlechter

25. Oktober 2013, 14:01
24 Postings

Chemotherapie und Bestrahlung sind bei Rauchern weniger erfolgreich - zudem treten mehr Komplikationen auf

Raucher erkranken nicht nur früher und häufiger an Krebs als Nichtraucher, bei ihnen schlägt nach Erkenntnissen von Forschern auch die Krebsbehandlung oft schlechter an. Zudem erleiden Rauchern bei Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie häufiger Komplikationen, wie Wissenschafter aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg im "Deutschen Ärzteblatt" berichten.

Zwar wird demnach insgesamt in Deutschland immer weniger geraucht. Den Forschern zufolge ist aber der Raucheranteil unter Krebspatienten sehr hoch - bis zu 60 Prozent der Lungenkrebspatienten beispielsweise rauchten zum Zeitpunkt der Krebsdiagnose. Einige Patienten nähmen die Erkrankung als Anlass für einen Rauchstopp, aber rund ein Drittel rauche trotz Krebs weiter - mit tragischen Folgen.

So heilen bei Rauchern nach Krebsoperationen die Wunden oftmals weniger gut, wie es in dem Bericht weiter heißt. Chemotherapie und Bestrahlung seien bei ihnen weniger erfolgreich als bei Nichtrauchern, zudem träten häufiger unerwünschte Nebenwirkungen oder Komplikationen auf. Auch litten Raucher nach der Krebsbehandlung unter einer geringeren Lebensqualität als nicht rauchende Patienten, ihr Risiko für ein erneutes Auftreten der Erkrankung sei erhöht. Insgesamt wirke sich das Rauchen negativ auf Krankheitsverlauf und Behandlungserfolg aus. (APA, derStandard.at, 25.10.2013)

  • Rauchen wirkt sich negativ auf Krankheitsverlauf und Behandlungserfolg von Krebspatienten aus.
    foto: imba

    Rauchen wirkt sich negativ auf Krankheitsverlauf und Behandlungserfolg von Krebspatienten aus.

Share if you care.