Wer innovativ wirkt und wer es tatsächlich ist

25. Oktober 2013, 14:37
5 Postings

Weltweit seien die Ausgaben für Forschung & Entwicklung gestiegen, so die "Global Innovation 1000"-Studie des Beraters Booz & Company

Es ist die neunte Ausgabe der Studie "Global Innovation 1000" des internationalen Strategieberaters Booz & Company. Sie analysiert die Budgets der tausend Unternehmen mit den weltweit höchsten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E).

Wie im Vorjahr investieren vor allem global agierende Automobil-, Pharma-, IT- und Elektronik-Konzerne erhebliche Mittel in den Bereich Forschung und Entwicklung - diese Sektoren belegen in der Booz-Studie die ersten zehn Ränge. Dieses Jahr auf dem Spitzenplatz ist Volkswagen, gefolgt von Samsung und Roche. Generell, so die Studienautoren, seien die "globalen Budgets für F&E um 5,8 Prozent auf 638 Mrd. US-Dollar" gestiegen. Die europäischen Ausgaben erhöhten sich lediglich um 4,5 Prozent - krisenbedingt. Mit einer Erhöhung um sechs Prozent liegen die erfassten österreichischen Unternehmen etwas über dem europäischen Durchschnitt. Unter den "Innovation Top 1000" findet man die drei österreichischen Unternehmen Voestalpine, Andritz und Zumtobel - laut Booz mit einem F&E-Budget von insgesamt 0,35 Mrd. US-Dollar. "Innovations-Europameister" sei Deutschland, vor Frankreich und der Schweiz.

Tesla - von null auf neun

Aufschlussreich ist der Abgleich der Studienautoren zwischen F&E-Investitionen und der innovativen Außenwirkung von Unternehmen (siehe Grafik). 400 Führungskräfte aus forschungsintensiven Branchen wurden befragt, welches Unternehmen sie für besonders innovativ halten - nicht immer stimmen die F&E- Investitionen mit der Außenwirkung überein. Wie auch schon in den letzten vier Jahren liegen Apple und Google auf den ersten zwei Plätzen. Samsung löste 3M ab, das in diesem Jahr auf Platz fünf zurückfiel. Tesla Motors, einer der kleinsten Automobilhersteller, schaffte es als Neueinsteiger gleich auf Platz neun jener Unternehmen, die als besonders innovativ wahrgenommen werden.

Was die tatsächlichen F&E-Investitionen für 2013 betrifft, liegt das Unternehmen auf Platz 377. Digitalisierung, sagt Klaus Hölbling, Booz-&-Company-Chef in Österreich, werde in fast allen Branchen als zentraler Innovationstreiber gesehen. Wenig verwundert deshalb auch die Reihung von Apple, Google und Samsung. Laut Befragung fließen 8,1 Prozent der F&E-Investitionen (übertragen auf die Global Innovation 1000 sind das 52 Mrd. US-Dollar) in digitale Enabler - Big-Data-Anwendungen, Social-Voting-Plattformen oder 3-D-Drucker für Prototyping, so die Studie weiter. (haa, DER STANDARD, 25./26./27.10.2013)

  • Artikelbild
    grafik: standard
Share if you care.