Mariahilfer Straße: Die Streckenposten des 13A

23. Oktober 2013, 17:12
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Streckenposten im Dienstgewand der Wiener Linien sicherten am Dienstag den 13A, doch weiß man davon jedoch nichts

Wien - Es ist ein paar Jahre her, dass rote Flaggen im regulären Straßenverkehr wichtig waren: 1896 wurde jene Vorschrift, wonach vor jedem Automobil ein Mann mit einer roten Fahne zu gehen habe, aufgehoben.

Jedenfalls in England. Denn anderswo wird auch heute noeifrig und rot gewachelt. Wo? Natürlich dort, wo Wien sich und der Welt beweist, wie man aus einer Verkehrsberuhigungsmaßnahme eine groteske Komödie macht: Auf der Mariahilfer Straße.

Keine Wiener-Linien-Mitarbeiter

Hier sicherten am Dienstag zwei "Streckenposten" im Dienstgewand der Wiener Linien den 13A: "Jeeeeetzt" brüllte der an der Kreuzung dem an der Radhaltelinie zu, wenn ein Bus kam - woraufhin das Fähnchen hochging. Auf dass kein Radler den Bus behindere.

Doch die Pointe der Groteske in der Groteske kommt erst: Bei den Wiener Linien war man auf STANDARD-Anfrage erst ahnungs-, dann fassungslos: "Wir haben keine Ahnung, wer diese Leute sind: Das sind keine Mitarbeiter von uns." (rott, DER STANDARD, 24.10.2013)


Nachtrag:

Der Herr habe einer Passantin angedroht, bei Nichtbeachtung der roten Fahne eine Strafe von 70€ zu verhängen - und auch gleich vor Ort zu kassieren.

  • Mysteriöser Mann mit Flagge: Der Streckenposten.
    foto: thomas rottenberg

    Mysteriöser Mann mit Flagge: Der Streckenposten.

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