Unterstützung bei psychischer Belastung nach der Geburt

22. Oktober 2013, 11:24
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"Eigentlich sollte ich glücklich sein": Das Gesundheitsministerium hat einen Ratgeber für postpartale Depression herausgegeben

Die postpartale Depression ist eine psychische Krise, die innerhalb der Zeit der Schwangerschaft und der Phase nach der Geburt auftreten kann. Das österreichische Gesundheitsministerium macht nun mit einer Broschüre auf mögliche psychische Veränderungen rund um die Schwangerschaft und Geburt aufmerksam.

Gesundheitsminister Alois Stöger erklärt: "Die Lebensumstellung während der Schwangerschaft und nach der Geburt bringt viele Herausforderungen mit sich. So kann die Geburt auch unerwartet mit schwermütigen und psychisch belastenden Gedanken und Gefühlen verbunden sein." Für Frauen mit postportalen Depressionen und deren Angehörige sei es wichtig, rasch professionelle Hilfe und Unterstützung zu bekommen.

Kein "Baby Blues"

Neben der psychischen Belastung können auch körperliche Beschwerden wie Herzrasen, Schwindel und Zittern auftreten. Die postpartale Depression unterscheidet sich grundlegend vom bekannten "Baby Blues" nach der Geburt, der zwar ebenfalls mit heftigen Gefühlen einhergehen kann, aber keine weitere Behandlung erfordert. Eine solche ist nötig, wenn der Alltag nicht mehr alleine bewältigt werden kann. Bei anhaltender Müdigkeit, Ängsten, Zweifel oder Mutlosigkeit soll rasch Hilfe bei einer Beratungsstelle gesucht werden.

Für Gesundheitsminister Stöger darf postpartale Depression kein gesellschaftliches Tabu sein und er appelliert, die Anzeichen nicht zu ignorieren: "Die betroffenen Frauen sind nicht alleine. Postpartale Depressionen kommen relativ häufig vor, etwa jede sechste Frau ist nach der Geburt davon betroffen." 

Gratis Download

Das Bundesministerium für Gesundheit hat auf Basis eines Projekts des Wiener Programms für Frauengesundheit einen österreichweiten Ratgeber zu psychischen und sozialen Belastungen nach der Geburt entwickelt.

Die Broschüre "eigentlich sollte ich glücklich sein" soll Mütter, Väter und Angehörige ansprechen und listet anhand von vielen Beispielen mögliche Symptome einer postpartalen Depression auf, bietet vorbeugende Tipps und gibt einen Überblick über sämtliche Beratungsstellen in ganz Österreich. Anhand einer Checkliste kann rasch festgestellt werden, ob die Gefahr einer Erkrankung besteht. (red, derStandard.at, 22.10.2013)

Die Broschüre steht auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit zum Download zur Verfügung, eine Printversion kann gratis bestellt werden.

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  • Die postpartale Depression unterscheidet sich grundlegend vom bekannten "Baby Blues" nach der Geburt. 
    foto: ap/annette zoepf

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