Epic-Gründer: SteamOS könnte Konsolen-Hersteller "erleuchten"

22. Oktober 2013, 10:26
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Steam-Konsolen könnten Antwort auf restriktivere Herstellerpolitik sein

Mit SteamOS und Steam Machines hat sich Valve auf einen gewagten Pfad begeben. Während die großen Vertreter der Konsolenbranche, Sony und Microsoft, auf Exklusivtitel und penible Kontrolle über ihr Ökosystem setzen, will Valve mit mehr Offenheit punkten. Ein Schritt, den der Gründer des Spielestudios Epic Games ausdrücklich begrüßt, wie GamesIndustry.biz berichtet.

"Pfad der Erleuchtung"

Valve könnte die Konsolenbranche auf einen "Pfad der Erleuchtung" führen, sagte er auf einer von Chiphersteller Nvidia veranstalteten Konferenz im kanadischen Montreal. Sollte sich Valve am Markt durchsetzen können, könnten Steam-Plattformen die Antwort auf die Sorgen der Spielehersteller sein, die sich immer mehr davor fürchten, von Microsoft und Sony an geschlossene Plattformen gebunden zu werden und keinen direkten Kontakt mehr zu den Spielern zu haben. Gleichzeitig könnten die Konsolenriesen bei einem Erfolg zu mehr Offenheit bewegt werden.

"Die Möglichkeiten der Steam Box als genuin offene Plattform, basierend auf Linux, mit mehreren Herstellern im Hintergrund und angetrieben von Valve, ohne absolut von Valve kontrolliert zu werden, sind sehr interessant", meint Sweeney.

Skepsis

Ob das Projekt für Valve aufgeht, bleibt abzuwarten. Auch John Carmack, Mitgründer von id-Software, attestiert ein gewisses Risiko des Scheiterns, zumal das Vorhaben, Gamer zum Wechsel auf eine Linux-Plattform zu bewegen, ein gewagtes ist. Angesichts der bisherigen Erfolge von Valve wäre es aber falsch, vorschnell Urteile zu fällen.

Ähnlich wie bei Steam, das auch längeren Anlauf benötigte, um zum Erfolg zu werden, werde sich auch bei den Steam-Konsolen erst nach einigen Jahren definitiv sagen lassen. Carmack hatte, so gesteht er selbst ein, einst Valves Idee einer zentralen Online-Distributionsplattform für Videospiele, Steam, für "verrückt" gehalten und sich letztlich dabei grob geirrt. (red, derStandard.at, 22.10.2013)

  • Sweeney hofft, dass ein Erfolg der Steam Machines auch die Größen der Konsolenbranche zu mehr Offenheit verleitet.
    foto: epic games

    Sweeney hofft, dass ein Erfolg der Steam Machines auch die Größen der Konsolenbranche zu mehr Offenheit verleitet.

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