Papeterie Kunz sperrt zu, vielleicht wieder auf

17. Oktober 2013, 18:34
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Derzeit werden Notizbücher, Ledertaschen und Schreibwaren abverkauft

Wien - In einer spiegelnden Vitrine glänzen hochpolierte Füllfedern um die Wette. Ihre Reihen haben sich bereits gelichtet. Bis spätestens Ende Dezember wird der Schaukasten der Papeterie Kunz in der Wiener Schottengasse leer sein. Das Papierwarengeschäft im 1. Bezirk sperrt zu, wie seit ein paar Tagen in den Schaufenstern zu lesen ist.

Notizbücher, Ledertaschen, Kalender und Schreibwaren werden abverkauft (minus 30 Prozent). Auf Schildern in der Auslage und hinter der Kassa informiert Geschäftsinhaberin Susanne Stropek, die in Pension geht, die Kunden über die Schließung der seit Jahrzehnten hier befindlichen Papierwarenhandlung: "Nach über 40 Jahren im 'Kunz-G'wölb' trete ich von der Bühne ab. Als Dankeschön an unsere Kunden beginnen wir sofort mit dem Abverkauf."

Geschäftsübernahme steht im Raum

Stropek teilte dem Standard mit, dass auch noch eine mögliche Geschäftsübernahme im Raum stehe. Gespräche mit Interessenten seien im Laufen. Es könnte also sein, dass die Papeterie, die in ihrem Emblem anführt, "seit 1872" zu existieren, zwar vorerst schließt, aber doch an dem Standort wieder aufsperren könnte. Mitarbeiterin Johanna Komaier hält fest: "Die Branche hat sich sehr verändert". Auch sie, Komaier, geht in den Ruhestand. (spri, DER STANDARD, 18.10.2013)

  • Papeterie Kunz gibt in Auslagen Schließung bekannt.
    foto: gudrun springer

    Papeterie Kunz gibt in Auslagen Schließung bekannt.

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