Zeitung "The Sun" hält Augenimplantat aus "Deus Ex" für reale Erfindung

17. Oktober 2013, 10:26
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Boulevardblatt glaubt an Echtheit der Technologie und ihres Herstellers

Gute Science-Fiction zeichnet sich wohl unter anderem dadurch aus, dass die darin geschilderten Zukunftsvorstellungen glaubhaft sind. Die Action-Rollenspielserie "Deus Ex" nutzt für ihre Dystopie zahlreiche fiktive Technologien, die sich durchaus von Entwicklungen der Gegenwart ableiten lassen. Manches davon erscheint so realistisch, dass es für echt gehalten werden kann. Zumindest ist dies einem Redakteur der britischen Tageszeitung The Sun passiert, meldet Kotaku. In einem aktuellen Artikel wird von einem neuen Augenimplantat berichtet, das es außer in Square Enix' "Deus Ex: Human Revolution" nie gegeben hat.   

Didn't happen

"Die US-Firma Sarif Industries hat ein Augapfelimplantat entwickelt, links", heißt es im Artikel der Sun über kybernetische Implantate. Tatsächlich jedoch handelt es sich bei der Firma Sarif Industries genauso um ein Hirngespinst wie beim Implantat selbst. Es ist gut möglich, dass die Medizin eines Tages mit Hilfe von Technologie jedem perfekte Sicht und übermenschliche Sehkräfte verschaffen können wird. Doch wie bereits das britische Boulevardblatt feststellt, befinden sich "derartige Technologien noch in den Kinderschuhen", könnten für unsere Enkel aber gang und gäbe werden.

Verwechslungsgefahr

Es ist nicht das erste Mal, dass Medien Videospielekreationen mit der Realität verwechseln. Der dänischen TV-Sender TV2 gab vergangenen März einen Sreenshot aus dem Spiel "Assassin's Creed" für eine Aufnahme von Damaskus aus. Vergangenes Jahr nutzte die BBC das Logo der "Halo"-Fraktion UNSC anstelle des Logos der Vereinten Nationen. (zw, derStandard.at, 17.10.2013)

Video: Werbung der fiktiven Firma Sarif Industries 

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Kotaku

  • Eines Tages wird es soweit sein, aber 2013 noch nicht.
    foto: kotaku/the sun

    Eines Tages wird es soweit sein, aber 2013 noch nicht.

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