Kompassfehler beim iPhone 5S: Neuer Sensor misst ungenauer

17. Oktober 2013, 10:02
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Der neue M7-Coprozessor soll eigentlich helfen, Strom zu sparen

Im iPhone 5S hat Apple erstmals den M7-Coprozessor verbaut. Der Chip misst Bewegungsdaten von Beschleunigungssensor, Gyrosensor und Kompass und übernimmt somit Aufgaben, die zuvor vom Hauptprozessor erledigt wurden. Das soll vor allem Strom sparen. Die Sache hat jedoch einen Haken: denn ein neuer Sensor von Bosch misst ungenauer.

Größere "Nullpunkt-Toleranz"

Anstatt des Accelerometers von STMicroelectronics, der im iPhone 5 zum Einsatz kommt, ist im 5S das Modell Bosch Sensortech BMA220 im M7-Chip integriert. Dieser benötigt weniger Strom, allerdings ist die "Nullpunkt-Toleranz" größer, berichtet MacRumors unter Berufung auf den RealityCap-CEO Eagle Jones. Die Messung sei dadurch ungenauer, was bei Navigations-Apps oder Spielen, die mit Bewegung gesteuert werden, zu Problemen führen kann. Im WebStandard-Test werden die Abweichungen deutlich (siehe Foto).

Software muss kompensieren

Abweichungen könnten prinzipiell von der Software kompensiert werden. Das geschieht bisher aber offenbar nicht. Laut Jones sollten App-Entwickler diese Messabweichungen berücksichtigen. Auch könnte Apple das Problem durch ein Update von iOS beheben. Ob und wann das geschieht, ist jedoch nicht bekannt. (red, derStandard.at, 17.10.2013)

  • Der Kompass des iPhone 5S (links) weist deutlich abweichende Ergebnisse im Vergleich zum iPhone 5 auf.
    foto: derstandard.at/riegler

    Der Kompass des iPhone 5S (links) weist deutlich abweichende Ergebnisse im Vergleich zum iPhone 5 auf.

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