"Orte der Erinnerung": Lebendiges Mahnmal für Holocaust-Opfer

16. Oktober 2013, 19:33
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Entlang des Donaukanals und in den Straßen Wiens entsteht ein Mahnmal auf Zeit

Was geschieht, wenn wir vergessen, uns zu erinnern?", wird an verschiedenen Plätzen Wiens in neun Sprachen zu lesen sein, Studierende und Schüler werden an den jeweiligen Stationen digitale Interviews mit den Passanten führen. "Was geschieht, wenn wir vergessen, uns zu erinnern?", ist die Grundsatzfrage für ein im Entstehen begriffenes Mahnmal auf Zeit entlang des Donaukanals und in den Straßen Wiens.

Orte der Erinnerung / The Vienna Project ist ein internationales Gemeinschaftsprojekt von Künstlern, Pädagogen, Historikern und Technologen. Initiiert hat das Projekt die österreichisch-amerikanische Künstlerin Karen Frostig, Nachfahrin eines Wiener Holocaust-Überlebenden in Wien.

Eröffnet wird das Erinnerungsprojekt am 23. Oktober, wenige Tage vor dem österreichischen Nationalfeiertag. Denn, so Frostig, "Erinnerung ist Teil der nationalen Identität". Bei der Finissage im Mai 2014 sollen die Namen der Opfer sowie die Namen all jener, denen die Flucht gelang, auf den Flakturm im Augarten projiziert werden: "Der Turm, der einst von Zwangsarbeitern erbaut wurde, wird somit durch Ton und Bild in ein Symbol für die Kapitulation der deutschen Armee und des Endes eines bis dahin beispiellosen Terrorregimes in Europa verwandelt." (asch, DER STANDARD, 17.10.2013)

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