Weibliche Handschrift in der Architektur

16. Oktober 2013, 18:48
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Der Kulturverein Initiative Architektur will die Rolle der Architektinnen in Salzburg öffentlich machen

Salzburg - Wer in das seit 2001 erscheinende Salzburger Kulturlexikon schaut, findet keinen einzigen Namen einer Architektin. Um die Rolle der Architektinnen in Salzburg öffentlich zu machen, hat der Kulturverein Initiative Architektur den Frauen jetzt eine eigene Ausstellung gewidmet.

Die Schau im Künstlerhaus (bis 6. Dezember, Dienstag bis Freitag jeweils 12 bis 18 Uhr) sei in erster Linie biografisch konzipiert, sagt Ausstellungskurator Roman Höllbacher. Über 50 Architektinnen treten so vor den Vorhang. Darunter prominente Namen wie Grete Schütte-Lihotzky (1897-2000), die für Salzburg beispielsweise ein antifaschistisches Mahnmal entworfen hat, oder Helma Schimke (Jahrgang 1926). Die Schülerin von Clemens Holzmeister ist auch als Pionierin des Frauenbergsteigens bekannt geworden. Österreichs erste Baumeisterin, Hilda Crozzoli-Bandian (1900-1972), war ebenfalls eine Salzburgerin.

Die Spurensuche zur weiblichen Handschrift in der Architektur führt aber auch zu Zeitgenossinnen. Allen voran zu Marie-Claude Betrix. Die Schweizerin hat mit dem Heizkraftwerk Mitte (2003) eines der markantesten Bauwerke der Stadt Salzburg entworfen.

Abgerundet wird das Programm mit geführten Exkursionen zur Frauenarchitektur in Salzburg. (neu, DER STANDARD, 17.10.2013)

  • Architektin und Bergsteigerin: Helma Schimke.
    foto: schimke

    Architektin und Bergsteigerin: Helma Schimke.

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