An der Grundlinie

Ansichtssache16. Oktober 2013, 17:55
55 Postings

Der Grund für eine weitere Autobiografie liegt natürlich am Sandstrand einer beliebten französischen Ausschweif­metropole begraben. Christoph Grissemann: "In St. Tropez sieht man die Kinder auf ihm herumtollen - und die Frauen. Da wird natürlich gemunkelt." Boris Becker sieht das ähnlich: "Hinz und Kunz haben das Recht, über mich zu urteilen."

foto: orf/günther pichlkostner

Der weltberühmte ehemalige Tennisspieler war zu Gast bei "Willkommen Österreich", um seinen Bestseller "Das Leben ist kein Spiel" zu bewerben. Er erzählt darin vor allem über sein Leben nach der Sportkarriere, über Frauen, Partys und seine spektakulärsten Doppelfehler als Geschäftsmann.

1
foto: orf/günther pichlkostner

Dirk Stermann hat dazu Fragen: "Wie ist das für Sie, wenn Sie in den Spiegel gucken? Denken Sie: Wahnsinn, den gibt's echt?" Boris Beckers Augen werden in solchen Momenten zu schmalen Schlitzen. Man sollte das als Mensch, der nicht knapp zwei Meter groß ist, nicht unterschätzen. Hier könnte einer schnell einmal zum Netz vorpreschen und dann: Bumm Bumm Boris!

2
foto: orf/günther pichlkostner

Boris Becker aber hält sich zurück: "Ich schaue jeden Morgen in den Spiegel, ich kenne mich noch. Ich bin von mir, weiß Gott, nicht überrascht."  Und: "Ich hatte die eine oder andere Freundin, die eine oder andere Ehefrau."  Und: "Ich versuche Ihnen gerade zu erklären, wie es ist, als öffentliche Person zu leben."

3
foto: orf/günther pichlkostner

18 Minuten Grundlinienspiel später gesellt sich Hobbyspieler und Kabarettist Andreas Vitásek als Gast dazu. Ein wenig Leben kommt noch hinein, als es um körperliche Schäden durch den Tennissport geht. Boris Becker: "Sport ist Mord. Die wichtigsten Sachen gehen aber noch." Solange der Ghostwriter durchhält. (Christian Schachinger, DER STANDARD, 17.10.2013)

4
Share if you care.