Verfahren gegen Taxilenker, der Räuber erschoss, eingestellt

15. Oktober 2013, 16:26
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Staatsanwalt: Gutachten bestätigte "glatte Notwehrsituation"

Wien - Das Verfahren gegen einen Wiener Taxilenker, der im Juni dieses Jahres einen Räuber erschossen hat, ist eingestellt. Einen diesbezüglichen Bericht des Onlineportals "krone.at" bestätigte die Staatsanwaltschaft Wien am Dienstag. "Es ist noch ein Gutachten eingetroffen, das die Version des Taxilenkers vollinhaltlich bestätigt hat. Es handelte sich damit um eine glatte Notwehrsituation", sagte Staatsanwalt Thomas Vecsey.

Der 59-Jährige war in der Nacht auf den 5. Juni in der Donaustadt überfallen worden. Der Täter, ein 21-jähriger Pakistani, nahm sein Opfer in den Schwitzkasten und drohte mit einem Messer. Der 59-Jährige zog eine Pistole aus einem Seitenfach an der Wagentür und schoss rückwärts auf den Angreifer.

Elektroschocker funktionierte nicht

Der Räuber wurde im rechten Brustbereich getroffen. Er stürzte aus dem Taxi und lief davon. Der Taxler nahm die Verfolgung auf und feuerte noch zweimal in die Luft. Der Flüchtende brach jedoch nach etwa 50 Metern zusammen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte war der Mann bereits tot.

Zunächst habe er zu einem Elektroschocker greifen wollen, erzählte der 59-Jährige einige Tage nach der Tat in einem Interview. Aber das "hat nicht funktioniert". Der Räuber habe ausgeholt und "herstechen" wollen. Da habe er seine Waffe genommen und "unter der Achsel" nach hinten geschossen. Dass er den 21-Jährigen getroffen habe, sei ihm zunächst nicht bewusst gewesen. (APA, 15.10.2013)

  • Ein Gutachten bestätigte die Notwehrsituation des Taxlers.

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