Studium ist bester Schutz vor Arbeitslosigkeit

15. Oktober 2013, 14:00
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Akademikerarbeitslosigkeit lag 2012 in Deutschland bei nur 2,5 Prozent, bei Menschen ohne Berufsabschluss waren es hingegen 19 Prozent

Ein akademischer Abschluss – und Bildung überhaupt - schützt vor Arbeitslosigkeit. Das belegt eine Studie des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Im Jahr 2012 verzeichneten Akademiker mit 2,5 Prozent eine deutlich niedrigere Arbeitslosenquote als Absolventen einer betrieblichen oder schulischen Berufsausbildung. Nur geringe Unterschiede gibt es zwischen Universitäts- und Fachhochschulstudium.

Gefälle zwischen West und Ost

Ohne Berufsabschluss liegt die Arbeitslosenquote hingegen bei 19 Prozent, fast jeder fünfte Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss ist also betroffen. Teils eklatante Unterschiede gibt es der Analyse zufolge zwischen West- und Ostdeutschland. Im Osten ist in diesem Segment sogar beinahe jeder Dritte (30,8 Prozent) betroffen, während es im Westen nur 17,3 Prozent sind.

Insgesamt lag die Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahr 2012 bei 6,8 Prozent, verglichen mit dem Jahr 2011 ein Rückgang von 0,1 Prozent. Bei jenen mit mittlerer Bildungsebene waren im vorigen Jahr nur fünf Prozent ohne Beschäftigung. In diese Kategorie fallen laut der Studie Personen mit erfolgreichem Abschluss einer betrieblichen Lehre, einer Berufsfachschule oder einer Schule des Gesundheitswesens sowie Personen mit Meister- oder Technikerausbildung sowie mit Abschluss einer Fach- und Berufsakademie.

Kaum über vier Prozent arbeitlose Akademiker

In der Relation zu den letzten Jahren befindet sich die Arbeitslosenquote im Segment der Akademiker auf konstant niedrigem Niveau. Nur in drei der vergangenen 15 Jahre gab es mehr als vier Prozent erwerbslose Uni- oder FH-Absolventen. Seit dem Jahr 2007 waren es immer unter drei Prozent. Das eindeutige Resümee der Studienleiter: "Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit." 

Ein ähnliches Bild ergibt der Blick auf die Arbeitslosenzahlen in Österreich. So waren im Jahr 2012 auch nur 2,6 Prozent der Akademiker arbeitslos, während jene mit nur einem Pflichtschulabschluss zu 18,7 Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen waren. (red, derStandard.at, 15.10.2013)

  • Studenten, hier im Audimax an der Humboldt-Universität in Berlin versammelt, sind später als Akademiker kaum von Arbeitslosigkeit betroffen.
    foto: apa/dpa/breloer

    Studenten, hier im Audimax an der Humboldt-Universität in Berlin versammelt, sind später als Akademiker kaum von Arbeitslosigkeit betroffen.

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