"Battlefield"-Hersteller will Linux für PC-Spiele vorantreiben

14. Oktober 2013, 10:20
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DICE-Kreativdirektor: Betriebssystem benötigt ein "Killer-Game", um durchzustarten

Mit einem spezialisierten Linux-Betriebssystem namens SteamOS will Valve den Markt für PC-Spiele vorantreiben und eine offene wie kostenlose Alternative zu Microsofts Windows stellen. Das Unternehmen nannte bislang keine externen Unterstützer der Ende 2013, Anfang 2013 startenden Plattform. Allerdings meldete sich in Form von DICE-Kreativdirektor Lars Gustavsson nun eine prominente Stimme zu Wort und begrüßte das Vorhaben des Steam-Betreibers.

Massenverbreitung möglich

"Wettbewerb bedeutet für gewöhnlich bessere Erfahrungen für die Konsumenten. Wettbewerb ist gesund. Er ist wirklich willkommen, damit wir in der Zukunft bessere Spiele haben können", sagt Gustavsson gegenüber Polygon. "Ich denke, es gibt viele Möglichkeiten und ich denke, unabhängige Entwickler (Indies) können für Linux entwickeln, selbst wenn das Betriebssystem kein enormes Publikum vorweisen kann." Neun von Zehn PC-Spielern nutzen heute einen Windows-PC.

Damit Linux am Massenmarkt durchstarten kann, benötige es Gustavsson zufolge nur ein wirklich großes Spiel oder eine bedeutende Anwendung als Zugpferd. "Es benötigte 'Halo', um die erste Xbox in die Gänge zu bringen. Für gewöhnlich benötigt es ein 'Killer-Game' oder eine 'Killer-App' und dann sind die Leute mehr als willig die Plattform anzunehmen. Es ist nicht schwer an Linux heranzukommen, es benötigt nur ein Spiel, das dich motiviert dort hinzugehen", so der "Battlefild"-Schöpfer. 

Hardware wird unwichtiger

In Zukunft, glaubt Gustavsson, werden dank immer besseren Streaming-Services Hardware und dahinterstehende Betriebssysteme immer unwichtiger. Umso wichtiger sei der Aufbau von guten Angeboten und Spieldiensten. Eine Entwicklung, die auch Valve sieht und daher versucht, seinen 50 Millionen Nutzer starken Steam-Dienst mit und ohne dediziertem Betriebssystem und auch gebrandeten Spiele-PC namens Steam Machines als Medienzentrum in die Wohnzimmer der Konsumenten zu drängen. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 14.10.2013)

  • Wenn es Spiele wie "Battlefield" auch für Linux gibt, würden Sie dann auf Windows verzichten?
    foto: dice/ea

    Wenn es Spiele wie "Battlefield" auch für Linux gibt, würden Sie dann auf Windows verzichten?

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