Luxemburgische Datenschutzbehörde ermittelt gegen Skype

12. Oktober 2013, 10:57
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Untersuchungen rund um den NSA-Abhörskandal bereits seit Juni im Gange

Immer wieder wurde im Zusammenhang mit dem aufgedeckten NSA-Bespitzelungsskandal der kostenlose IP-Telefonie-Dienst Skype genannt. 2011 wurde das Unternehmen von Microsoft übernommen, der Hauptsitz befindet sich in Luxemburg. Laut dem britischen Guardian soll die dortige Datenschutzbehörde nun den Vorwurf prüfen, ob der NSA wirklich direkten Zugriff auf die eigenen Server gewährt wird. Bereits seit Juni sollen Ermittlungen im Gange sein, nachdem erste Berichte über die enge Zusammenarbeit zwischen Skype und der US-Behörde veröffentlicht wurden.

Verfassung als Grundlage

So beruhen die Untersuchungen auf der luxemburgischen Verfassung, die die Privatsphäre der Bürger schützen soll. Verschiedene Gesetze können jedoch eine gewisse Lockerung bringen, wie es bereits hierzulande der Fall ist. In Luxemburg ist es jedoch unklar, ob es Regelungen oder Abkommen gibt, die eine Datenweitergabe legitimieren. Vonseiten der Behörde und Microsoft liegen keine Stellungnahmen vor. (red, derStandard.at, 12.10.2013)

  • Die luxemburgische Datenschutzbehörde hat sich Skype vorgenommen.
    foto: apa/fohringer

    Die luxemburgische Datenschutzbehörde hat sich Skype vorgenommen.

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