Karin heißt jetzt GoVeg.com

13. August 2003, 06:54
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US-Tierschutz Aktivistin änderte ihren Namen

Dass sich ihr neuer Name endlich durchgesetzt hatte, wusste sie, als sie auf ihrem Anrufbeantworter hörte: "Hallo GoVeg.com. Hier ist deine Mutter. Ruf' doch bitte mal zurück." Es klingt zwar ein bisschen verrückt - aber es ist tatsächlich so: Eine junge Tierschützerin aus dem US-Staat Indiana, die einmal Karin Robertson hieß, hat ihren Namen rechtsverbindlich auf die Adresse einer Web-Site ihres Arbeitgebers ändern lassen. GoVeg.com ist kein Vorname oder Nachname, es ist ihr Name. Und man sollte sie auch nicht nur Veg oder Dot rufen, wie einige das versucht haben.

"Die Menschen sind perplex"

"Ich finde den ganzen Namen schön", sagt die 23-Jährige, die für die Organisation People for the Ethical Treatment of Animals (Menschen für die moralische Behandlung von Tieren, PETA) als Jugendleiterin arbeitet. Es gehe ihr gar nicht darum, für PETA zu werben, sagt sie - dort wurde man von der Namensänderung genauso überrascht wie überall sonst auch. Sie wolle, dass die Menschen über vegetarische Ernährung, Tierschutz und Massentierhaltung zu reden begännen. Gespräche gebe es jedes Mal, wenn sie ihren Führerschein oder ihren Ausweis zeigen müsse. "Die Menschen sind perplex", sagt GoVeg.com. "Sie sagen, 'Das ist ja wohl ein Scherz.'" Und meistens müssten sie dann lachen.

"Für uns wird sie immer Karin sein"

Ihre Mutter, Melanie Robertson, räumt ein, dass sie sich an die Namensänderung nur schwer gewöhnen konnte. "Dein richtiger Name ist doch schön, warum machst du das?" habe sie ihre Tochter gefragt. "Für uns wird sie immer Karin sein", sagt sie. "Aber ich denke, sie hatte einen guten Grund für das, was sie getan hat." (APA)

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