Eisenbahner: Drohungen eine "Erpressung"

6. August 2003, 12:50
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Gewerkschaft sieht keine Chance für Lockerung des Kündigungsschutzes - Proteste für Herbst angekündigt

Wien - Die Eisenbahnergewerkschaft sieht keine Chance für die Lockerung des Kündigungsschutzes bei den ÖBB. "In einem Rechtsstaat ist das ein sittenwidriges Vorgehen und Erpressung", sagte Gewerkschaftsvorsitzender Wilhelm Haberzettl am Dienstag zur APA.

Aus der Gewerkschaft heißt es, den Mitarbeitern solle offenbar "das Messer an die Brust" gesetzt werden. Nach Meinung der Arbeitnehmervertretung widersprächen die Pläne des Verkehrsministeriums "den rechtlichen Grundsätzen" und seien "vor Gericht wohl nicht haltbar".

Für Herbst hat die Gewerkschaft bereits Protestmaßnahmen gegen die geplante Bahnreform angekündigt. Zunächst soll ein Viertel des Personals Überstunden verweigern. Dadurch soll etwa die Wiener Schnellbahn lahm gelegt werden. In weiterer Folge könnten die Proteste noch ausgedehnt werden. Laut Gewerkschaft fallen bei den ÖBB jährlich 6,2 Millionen Überstunden an. Durch einen generellen Überstunden-Boykott stehe binnen wenigen Tagen die gesamte Bahn, sagt Haberzettl. (APA)

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