China: Aktivist für Menschenrechte verurteilt

7. August 2003, 11:52
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Fünf Jahre für Ruf nach Wahlen und Reformen

Peking - Wegen eines Aufrufs zu politischen Veränderungen in China ist ein Dissident zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der Stadt Xian befand den 36-jährigen Zhao Changqing der Subversion für schuldig, wie die Organisation für Menschenrechte in China sowie eine Justizbeamtin am Dienstag mitteilten.

Der frühere Lehrer hatte Ende vergangenen Jahres eine Petition mit 192 Unterschriften verbreitet, in der die Freilassung von politischen Häftlingen, freie und direkte Wahlen und noch weitere Reformen verlangt wurden. Dazu gehörte auch die Forderung nach einer Neubewertung der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Juni 1989. Zhao war schon damals als politischer Aktivist vorübergehend festgenommen worden. 1998 erhielt er eine dreijährige Haftstrafe wegen des Vorwurfs der Gefährdung der staatlichen Sicherheit, nachdem er versucht hatte, als kommunaler Abgeordneter zu kandidieren. (APA/AP)

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