Paris und WM statt Vuelta

10. August 2003, 17:22
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Gerrit Glomser muss nach seinem kapitalen Sturz in Salzburg sein Programm umgestalten, das Krankenhaus konnte er bereits verlassen

Salzburg - Gerrit Glomser, der sich am Montagabend bei einem Sturz im Salzburger Altstadtkriterium eine Gehirnerschütterungen und Verletzungen im Brustkörperbereich zugezogen hat, hat am Freitag das Unfallkrankenhaus Salzburg verlassen. Der Saeco-Fahrer übersiedelt nun in die Therme Geinberg, in der er sich ab Samstag 14 Tage aufhalten wird.Gegen Ende seines Aufenthalts in Geinberg wird Glomser auch seine ersten Comeback-Versuche auf dem Rad unternehmen. Am Donnerstag stellte er sich der Presse und meinte trocken: "Ich komme wieder!" Allerdings nicht so schnell wie erhofft, der Saeco-Fahrer musste den Start bei der Spanien-Rundfahrt Vuelta (6.-28.9.) absagen.

Atmungsfähigkeit eingeschränkt

Statt dessen plant er nun die Teilnahme am Weltcuprennen Paris-Tours (4.10.) und dem WM-Straßenbewerb in Hamilton (12.10.). Schon kommende Woche will er einen ersten Versuch auf dem Ergometer unternehmen. Seine Atmungsfähigkeit ist wegen der Prellungen im Brustkörperbereich derzeit noch auf 60 Prozent beschränkt. "Ich bin zu ehrgeizig, um das Jahr so zu beenden. In Paris will ich wieder konkurrenzfähig sein", so Glomser, der übrigens im gleichen Zimmer liegt wie vor zwei Jahren Hermann Maier nach seinem Motorradunfall. Im obersten Stock mit freien Blick auf die Festung.

Keine Erinnerung an Unfall

An den Unfall kann sich Glomser nicht erinnern. "Es ist schon skurril, wenn ich sehe, dass ich selbst in den Rettungswagen gestiegen bin und dann kann ich mich an nichts erinnern." Das Team Saeco hat Glückwünsche und eine Kaffeemaschine ins Krankenhaus geschickt.(APA)

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Glomser

  • Gerrit Glomser brennt auf seinen nächsten Einsatz.

    Gerrit Glomser brennt auf seinen nächsten Einsatz.

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