Kinetische Energie - Kommentar von RAU

14. August 2003, 19:17
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Warum Auffahrunfälle auf der Autobahn so beliebt sind und auch kleinere Autos über der Leitschiene auf die Gegenfahrbahn gelangen können

Megastau auf der Westautobahn bei Sattledt (Bauarbeiten und Unfall, 32 Grad, gerade der richtige Moment, um über Erhöhung des Tempolimits auf 160 nachzudenken (wohlwollend aufgenommen von Staatssekretär Kukacka). Soll eh nur kommen, wenn alle Autobahnen dreispurig ausgebaut sind, nicht so bald. Bis dahin denken wir über die von STANDARD-Leser Norbert F. vorgelegten physikalischen Überlegungen nach: "Die kinetische Energie eines sich bewegenden Objekts ist quadratisch von dessen Geschwindigkeit abhängig. Das bedeutet für den Autofahrer, dass die kinetische Energie seines Fahrzeugs bei 160 km/h viermal so hoch ist wie bei 80 km/h - zweieinhalbmal so hoch wie bei 100 km/h - um die Hälfte höher als bei 130 km/h (auch recht beachtlich, nicht?). Das hat auch sehr persönliche Auswirkungen - nämlich beim Bremsweg und wenn's kracht: Auch der Bremsweg und die Unfallschwere steigen quadratisch mit der Geschwindigkeit an. Weil irgendwo muss die kinetische Energie dann hin. Das erklärt auch, warum Auffahrunfälle auf der Autobahn so beliebt sind und warum gelegentlich auch kleinere Autos über - oder gleich mitsamt - der Leitschiene auf die Gegenfahrbahn gelangen können." (DER STANDARD, Printausgabe, 5.8.2003)
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