In Moskau grassiert Angst vor einem Serienmörder

6. August 2003, 09:43
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Innerhalb von vier Wochen zwölf Frauen erwürgt aufgefunden

Moskau - In Moskau geht die Angst vor einem Serienmörder um. Innerhalb von vier Wochen wurden in der russischen Hauptstadt die Leichen von zwölf Frauen gefunden, die allesamt erwürgt wurden. Das letzte Opfer, die 44-jährige Swetlana Latschewskaja, wurde am Sonntag unweit des Fundorts der ersten Leiche entdeckt, wie die Nachrichtenagentur ITAR-TASS meldete. Nach Angaben eines Polizeisprechers gehen die Ermittler im Fall Latschewskajas jedoch davon aus, dass sie von ihrem geistesgestörten Bruder getötet wurde.

Die meisten Fälle weisen jedoch zahlreiche Parallelen auf. So handelt es sich bei den Opfern in der Regel um junge Frauen, die offensichtlich allein unterwegs waren. Ihre Leichen wurden zudem in unmittelbarer Nähe von Parks oder Teichen entdeckt.

Lange Zeit hatte die Polizei die Vermutung zurückgewiesen, dass sie Opfer eines Serienmörders geworden sein könnten. Nun räumten Ermittler immerhin ein, dass das Innenministerium sechs der Fälle wegen ihrer auffälligen Übereinstimmungen gemeinsam untersuchen lässt. Laut "RIA-Nowosti" warnte die Polizei die Medien aber ausdrücklich davor, nun jede weibliche Leiche einem Serienmörder zuzuschreiben. (APA/AFP)

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