Andritz überaus beliebt

4. August 2003, 13:37
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Analysten überhäufen Titel mit Kaufvoten - Erste Bank und BA-CA nach Black-Out-Periode mit Kaufempfehlungen - RCB: "Strong Buy"

Wien - "Andritz ist ein sehr konservatives und solid geführtes Unternehmen. Es gefällt uns sehr gut", hieß es von der Erste Bank am Montag. Nach dem Auslaufen der Black-Out-Periode im Zuge des Secondary Public Offerings der Andritz dürfen die Erste Bank und die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) nun wieder Empfehlungen zu den Aktien des Anlagenbauers abgeben, und diese lauten "Buy". Als Kursziel gibt die Erste Bank 30 Euro und die BA-CA 32 Euro an, wie die Analysten im APA-Gespräch bekannt gaben. Die Raiffeisen Centrobank (RCB) bleibt unverändert bei der Bewertung "Strong buy" mit einem Kursziel von 33 Euro.

Während Vergleichsunternehmen mit geringer Auslastung zu kämpfen hätten, sollte Andritz dank der flexiblen Kostenstruktur weiterhin stabile Ergebnisse liefern, wie der RCB-Analyst Reinhard Ebenauer ausführt. "Das Hauptargument für die Aktie ist, dass ein großer Teil der Produktion ausgelagert ist und man dadurch nicht zu viele Produktionskapazitäten auszulasten hat", so der Analyst. Jens Zimmermann von der BA-CA schließt sich seinem Kollegen an. Er freut sich darüber, dass Andritz wegen der guten Kostenstruktur die Margen konstant halten konnte.

Auch für die am Donnerstag anstehenden Halbjahreszahlen des Geschäftsjahres 2003 sehen die Analysten kaum veränderte Umsatz- und Ergebniszahlen. Beim Umsatz schätzen die Aktienexperten der BA-CA, der Erste Bank und der RCB im Schnitt einen kaum wahrnehmbaren Rückgang um 0,5 Prozent auf 534,7 Mio. Euro im Vergleich zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Prognosen lagen innerhalb der Bandbreite von 531,6 und 540 Mio. Euro.

Das Betriebsergebnis werde den Analysten zufolge bei 16,5 Mio. Euro liegen, was einem erwarteten Rückgang um 4,6 Prozent entspricht. Im Plus sollte dagegen das Nettoergebnis liegen, und zwar bei 9,4 Mio. Euro (plus 1,1 Prozent). Hier wurden Zahlen zwischen 9,0 und 9,8 Mio. Euro genannt. Positiv habe sich auch der Auftragseingang entwickelt, sind die Aktienexperten überzeugt. Sie rechnen mit einem Anstieg um 9,5 Prozent auf 655,75 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2003.

Seit einigen Quartalen sei der Auftragseingang bereits gestiegen, vermerkten die Analysten positiv. Da es sich jedoch um vorrangig langfristige Aufträge handelt, werde man Auswirkungen auf Umsatz und Ertrag erst im dritten und vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sehen, führte die Erste Bank aus. Der Trend sei jedenfalls "ein sehr erfreulicher".

Optimistisch dürfe man auch in das zweite Halbjahr 2003 blicken, so der BA-CA-Analyst Jens Zimmermann. Die letzten sechs Monate des Jahres seien für Andritz immer besser als die ersten. Daher könne trotz der "flachen Entwicklung im ersten Halbjahr" auf Jahressicht ein Gewinnanstieg zu vermerken sein. Der starke Auftragseingang dürfe sich dann ab 2004 verstärkt in den Ergebnissen niederschlagen. (APA)

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