HSBC mit deutlichem Gewinnanstieg

8. August 2003, 12:05
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Vorsteuergewinn auf 6,11 Milliarden Dollar gestiegen

London - Die weltweit zweitgrößte Bank HSBC Holdings hat im ersten Halbjahr dank Zukäufen vor Steuern 21 Prozent mehr verdient als vor einem Jahr und damit die Analystenerwartungen übertroffen. In den ersten sechs Monaten des Jahres sei der Vorsteuergewinn auf 6,11 Mrd. Dollar (5,47 Mrd. Euro) gestiegen von 5,06 Mrd. Dollar vor einem Jahr, teilte das Institut am Montag in London mit.

Analysten hatten im Durchschnitt lediglich mit einem Anstieg auf 5,62 Mrd. Dollar gerechnet. Die kurzfristigen Konjunkturaussichten bis zum Jahresende beurteilte HSBC durchaus optimistisch, blieb aber für die kommenden Jahre vorsichtig. "Beim langfristigen Ausblick bleiben wir wegen der strukturellen Ungleichgewichte der weltweit größten Volkswirtschaften zurückhaltend."

Übernahme von Household International

Das Ergebnisplus ist den Angaben zufolge zum großen Teil auf die im März abgeschlossene rund 14 Mrd. Dollar schwere Übernahme des US-Finanzkonzerns Household International zurückzuführen, mit der HSBC seine Präsenz in den USA verstärken will. Der Kauf führte indes auch zu einer massiven Ausweitung der Belastungen wegen fauler Kredite. Diese stiegen auf 2,374 Mrd. Dollar von 715 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum.

HSBC-Aktien zogen im frühen Londoner Handel in einem freundlichen Marktumfeld rund 2,7 Prozent auf 785 Pence an. Der Kurs der Titel der Deutschen Bank fiel dagegen in Frankfurt um mehr als ein Prozent. Deutschlands größtes Geldhaus hat nach früheren Angaben im abgelaufenen Quartal mit 1,091 Mrd. Euro vor Steuern deutlich weniger verdient als vor einem Jahr, aber die Analystenerwartungen dennoch knapp übertroffen.(APA/Reuters)

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