Deutschlandt: Topp bei Jugendlichen, Flopp bei Älteren

6. August 2003, 10:34
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Hohe Altersarbeitslosigkeit als Folge der Wiedervereinigung - Duales Ausbildungssystem hält Jugendarbeitslosigkeit gering

Wiesbaden - Am deutschen Arbeitsmarkt sind im Europavergleich besonders viele ältere Menschen arbeitslos, währen die Jugendarbeitslosigkeit unter dem EU-Schnitt liegt. Nach einer am Montag vom deutschen Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichten Analyse waren 2002 in Deutschland 11 Prozent der über 55-Jährigen arbeitslos, in den USA, Großbritannien und Italien hingegen seien deutlich weniger als fünf Prozent. Gleichzeitig betrage die Jugendarbeitslosigkeit gut 9 Prozent, während in Italien 27, in Spanien 21 und in Frankreich 19 Prozent der Jugendlichen keinen Job haben.

Grund für die schlechten Beschäftigtenzahlen bei Personen über 55 Jahren sei ein Erbe aus der deutschen Wiedervereinigung: In Ostdeutschland waren besonders viele ältere Arbeitnehmer in Industriezweigen und der Agrarwirtschaft beschäftigt, wo zahlreiche Betriebe geschlossen wurden. Der relativ gute deutsche Wert bei der Jugendarbeitslosigkeit sei zum Teil auf das duale System von betrieblicher und schulischer Ausbildung zurückzuführen, das schon früh eine Bindung der Auszubildenden zu den jeweiligen Betrieben schaffe, so das statistische Bundesamt.(APA/Reuters)

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