Kosovo: UNMIK-Polizist von Heckenschützen erschossen

5. August 2003, 15:34
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Angriff auf Verkehrsweg zwischen Leposavic und Mitrovica - Rugova und Covic verurteilen Mord an UNMIK-Polizisten

Belgrad/Pristina - Ein UNMIK-Polizist ist am Sonntagabend im Kosovo von Heckenschützen getötet worden, meldeten Belgrader Medien. Der Überfall auf den Polizisten ist laut dem Sender "B-92" auf dem Verkehrsweg zwischen Leposavic und Mitrovica im Nordkosovo passiert.

Auch Kosovo-Polizei beschossen

Laut Medienberichten ist von Heckenschützen nicht nur ein UNMIK-Polizeiwagen beschossen worden, sondern auch ein dahinter fahrender Wagen der Kosovo-Polizei, in dem es allerdings keine Opfer gegeben hat. Die Heckenschützen haben die UNMIK-Streife unweit einer Eisenbahnbrücke angegriffen, die vor einigen Monaten von albanischen Extremisten gesprengt worden war.

"Werk von Extremisten"

Der Präsident des Kosovo, Ibrahim Rugova, hat am Montag die Ermordung eines UNMIK-Polizisten am Sonntagabend unweit Mitrovica als Werk von Extremisten verurteilt, die sich keinen Fortschritt im Kosovo wünschten. Durch den Anschlag werde auch das Image des Kosovo beschädigt, meinte Rugova. Er fordert die Behörden auf, die Täter möglichst rasch festzunehmen.

Die Ermordung eines indischen Angehörigen der UNMIK-Polizei wurde auch vom serbischen Vizepremier Nebojsa Covic, der der Kosovo-Beauftragte Belgrads ist, verurteilt. Covic lastete den Mord "organisierten Gruppen" an, die sich keine Stabilität in der Provinz wünschten. Sie wollten Angst auch unter den Angehörigen internationaler Sicherheitskräfte verbreiten und den Demokratisierungsprozess behindern, wurde Covic von den Belgrader Medien zitiert.(APA)

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