Pharmagroßhandel zu Verzicht auf einen Teil der Umsatz-Zuwächse bereit

4. August 2003, 18:24
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Könnte an die Sozialversicherung zurückgezahlt werden

Wien - Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) will 700 bis 800 Millionen Euro bis 2006 bei den Medikamentenkosten einsparen. Nach den Apotheken, die bereits Sparbereitschaft signalisiert haben, ist nun auch die Pharmawirtschaft zu Zugeständnissen bereit. Das hat der Geschäftsführer der ARGE Pharmazeutika, Heinz Kramer, im Ö1-Morgenjournal am Montag betont.

Der Pharmagroßhandel wolle einen Teil der Umsatz-Zuwächse in Form eines "Solidarbeitrags" an die Sozialversicherung zurückzahlen. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger dürfte damit aber nicht zufrieden sein. Er will, dass der Pharma-Großhandel deutlich weniger auf die Erzeuger-Preise aufschlägt.

Vierzig Prozent

Kramer rechnet mit einer Größenordnung von sechs bis sieben Millionen Euro - nach derzeitigen Schätzungen des Umsatz-Zuwachses, wie er heute sagte. Dem Hauptverband schwebt aber ein 40-prozentiger Nachlass vor - das wäre ein Umsatz-Minus von mehr als 50 Mio. Euro. Zuletzt erzielte der Pharma-Großhandel 140 Mio. Euro aus den Handelsspannen.

Kramer warnt für diesen Fall davor, dass dann die volle Versorgung des ländlichen Raums gefährdet sein könnte. Der Geschäftsführer der ARGE Pharmazeutika verweist zudem darauf, dass in den letzten Jahren schon drei Mal die Handelsspanne gesenkt werden musste. (APA)

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