Telefonierende Autofahrer gefährlicher als betrunkene

12. August 2003, 09:28
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Australische Studie: Vierfaches Unfallrisiko gegenüber nüchternen Lenkern

Telefonierende Autofahrer sind einer Studie zufolge im Straßenverkehr doppelt so gefährlich wie betrunkene Fahrer. Im Vergleich zu nüchternen Autofahrern sei bei den Telefonierern die Unfallgefahr sogar viermal höher, hieß es in einer Studie des australischen Royal Melbourne Hospital, die am Montag in der Fachzeitschrift "Medical Journal of Australia" veröffentlicht wurde.

Fehlende Aufmerksamkeit

Ein Drittel aller Unfälle ist demnach auf Unaufmerksamkeit zurückzuführen - und aus Polizeiberichten gehe hervor, dass es bei telefonierenden Autofahrern eine "bedeutend höhere Rate" von aufmerksamkeitsbedingten Unfällen gebe. Unaufmerksame Fahrer hielten die Geschwindigkeit nicht sicher ein und führen bisweilen sogar auf der falschen Straßenseite, hieß es weiter.

Seit 15 Jahren verboten

Obwohl das Telefonieren am Steuer in Australien seit 15 Jahren verboten ist, war der Untersuchung zufolge an drei Testtagen im vergangenen Jahr etwa jeder fünfte Fahrer mit einem Handy am Ohr erwischt worden. Die Autofahrer müssten umdenken, weil das Telefonieren am Steuer "verheerende Folgen" haben könne, forderte Forschungsleiter David Taylor. Es müsse sich das Bewusstsein durchsetzen, dass telefonierende Fahrer häufiger Unfälle verursachen als betrunkene.(APA/AFP)

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