Barenboim gibt Konzert in Ramallah

7. August 2003, 20:08
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Klavierkonzert als Geste der Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern

Ramallah - Der jüdische Pianist und Dirigent Daniel Barenboim hat am Samstag als Geste der Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern ein Klavierkonzert in Ramallah gegeben. Auf einer Pressekonferenz erklärte der Musiker, Israels Zukunft hänge von der Gründung eines palästinensischen Staates ab. "Es ist zwingend notwendig, dass eine Lösung für die palästinensische Unabhängigkeit gefunden wird", sagte Barenboim, der sich seit langem für die Versöhnung zwischen Arabern und Israelis einsetzt und wiederholt die israelische Politik kritisiert hat.

Der 60-Jährige, der in Argentinien geboren wurde und in Israel aufgewachsen ist, spielte vor rund 350 Palästinensern und internationalen Diplomaten in einer Schule im Amtssitz des palästinensischen Präsidenten Yassir Arafat Brahms und Beethoven, darunter auch ein Duett mit dem palästinensischen Pianisten Salim Abboud. Die palästinensische Abgeordnete Hanan Aschrawi, die unter den Zuhörern war, nannte das Konzert "ein Geschenk für das palästinensische Volk". (AP/DER STANDARD, Printausgabe, 4.8.2003)

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