Viktor Mayer-Schönberger

10. August 2003, 22:10
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Das Heimkommen wird zum Fremdgehen: Der in Zell am See geborene Jurist Viktor Mayer-Schönberger (37) denkt an einen Satz von Robert Menasse, wenn er das Gefühl beschreibt, von den USA nach Österreich zu kommen. Seit 1999 ist er Professor für Internetrecht und -politik an der Kennedy School of Government der Harvard University.

Mayer-Schönberger studierte Jus, obwohl er Preise bei Jugendprogrammierwettbewerben bekam. Einfach weil sein Vater, Wirtschaftstreuhänder, es wollte. Er sollte die Kanzlei übernehmen und erkannte schnell, dass sich Pflicht und Leidenschaft verbinden lassen. Er spezialisierte sich auf Rechtsfragen im Computerzeitalter. Mit 20 gründete er die Anti-Viren-Softwarefirma Ikarus. 1989 wurde er erster Geschäftsführer des Hochschullehrgangs für Rechtsinformatik in Salzburg. Mayer-Schönberger ist einer der Leiter der Rüschlikon Conference for Information Policy. (pi/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4. 8. 2003)

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