Generika mit Minianteil

5. August 2003, 19:38
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Laut neuer Studie nicht einmal zehn Prozent der in Österreich verschriebenen Medikamente

Wien - Bisher gab es nur Schätzungen und Hochrechnungen über den Anteil von Generika (günstigere, wirkstoffidente Nachbauten von Originalmedikamenten nach Patentablauf) an den in Österreich verschriebenen Medikamenten. Nun hat das Institut für medizinische Statistik (IMS) Daten über den tatsächlichen Generikaverbrauch erheben lassen.

Laut der IMS-Studie betrug der Generikaanteil am Apothekenmarkt im vergangenen Quartal exakt 9,88 Prozent (nicht berücksichtigt sind naturähnliche Wirkstoffe wie Vitamine). Der Anteil an den Kosten ist wesentlich geringer, da Generika billiger sind - er beträgt 5,4 Prozent. In Deutschland ist der Generikaanteil viermal so hoch.

Der Generikamarkt ist stark wachsend: Um 24 Prozentpunkte ist der Verkauf von Generikapräparaten angestiegen, der von Originalmedikamenten hingegen um acht Prozent.

Die Nummer eins unter den Generikafirmen in Österreich sind laut der IMS-Studie die Firmen Genericon und Lannacher, die beide der Familie von Arbeitsminister Martin Bartenstein (VP) gehören. Die Wachstumsanteile von Genericon liegen laut der Studie über den Wachstumswerten für den Gesamtgenerikamarkt: Der Absatz ist um 52 Prozent gewachsen, der von Lannacher um 30 Prozent. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 4.8.2003)

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