Uganda: Rebellen richten Blutbad an

4. August 2003, 13:05
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Neun Menschen mit Macheten und Stöcken zu Tode geschlagen

Kampala - Rebellen im Norden Ugandas haben nach Armeeangaben ein Blutbad unter der Bevölkerung des Dorfes Labora angerichtet. Mit Macheten und Stöcken schlugen Kämpfer der "Widerstandsarmee des Herrn" (LRA) neun Bewohner der Ortschaft zu Tode, wie ein Militärsprecher am Samstag berichtete. Labora liegt rund 360 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kampala.

Die LRA kämpft seit 1986 gegen die Regierung von Präsident Yoweri Museveni. Ihr gewaltsamer Aufstand hat den gesamten Norden des Landes verwüstet, tausende Bewohner das Leben gekostet und fast 900.000 weitere in die Flucht getrieben. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen hat die LRA bereits mehr als 12.000 Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, entführt und als Kämpfer rekrutiert.

Die Angriffe der LRA haben sich verstärkt, seit Museveni vor eineinhalb Jahren eine Großoffensive gegen Stützpunkte der Rebellen im Nachbarland Sudan einleitete. Bemühungen um Friedensgespräche sind bisher gescheitert. (APA/AP)

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