Exotische Gasplaneten: Auf Jupiter und Saturn regnet es Diamanten

Ansichtssache14. Oktober 2013, 12:10
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foto: apa/epa/afpi / nasa

Diamanten-Regen am Jupiter und Saturn

Die Gasriesen im äußeren Sonnensystem sind wahrlich exotische Welten. Nicht nur wegen ihrer gewaltigen Ausmaße flößen sie Ehrfurcht ein, auch die Vorgänge in ihren dichten Gashüllen erweisen sich immer wieder als besonders fremdartig. US-Wissenschafter stellen in einer aktuellen Studie nun eine glitzernde Theorie vor: Messdaten und neue Berechnungen legen demnach den Schluss nahe, dass tief im Inneren von Jupiter und Saturn Bedingungen herrschen, unter denen Diamanten zwischen wenigen Millimetern und zehn Zentimetern Größe in stabiler Form vorkommen könnten. Unterhalb dieser Grenze dagegen würden die Diamanten zu schmelzen beginnen und mehr oder weniger als Regen weiter in Richtung Planetenkern fallen.

Die Daten ließen sogar auf noch fremdartigere Szenarien schließen: Die US-Planetologen Mona L. Delitsky und Kevin H. Baines glauben, dass auf Jupiter und Saturn an gewissen Grenzschichten, wo der Druck sprunghaft ansteigt, ein planetenweiter "Diamant-Ozean" existieren könnte. Für Uranus und Neptun waren vergleichbare Phänomene bereits bekannt, doch Jupiter und Saturn hielt man bisher für zu groß und damit im Inneren zu heiß für solche Vorgänge. Die obere Falschfarben-Aufnahme zeigt einen Ausschnitt der Jupiter-Atmosphäre mit dem berühmten Großen Roten Fleck. Das Bild ist 34 Jahre alt und wurde von Voyager 1 bei ihrem Jupiter-Flyby  geschossen.

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