Das beste Stück: Nachgefragt bei ... Verena Kaspar-Eisert

Kolumne13. Oktober 2013, 16:01
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Michael Hausenblas fragt Verena Kaspar-Eisert, die Leiterin der Galerie Ostlicht und des Fotomuseums Westlicht, warum sie auf diese Tasse steht

"Diese Tasse begleitet mich seit dem Tod meiner Großmutter mütterlicherseits vor 17 Jahren. Bis zu diesem Zeitpunkt war es ihre Tasse, aus der sie schwarzen Filterkaffee getrunken hat, so wie ich ihn auch trinke - am liebsten aus dieser Tasse.

Materiell hat sie keinen Wert, vermutlich ist sie ein Massenprodukt der 1970er-Jahre. Ihr Dekor zeigt ein Ei. Gebrauchsspuren und ein Sprung machen den Charme dieser Tasse aus. Dieses 'Erbstück' ist meine absolute Lieblingstasse, und ich hab sie jeden Tag in Verwendung. Sie ist mir wichtig, auch wenn Sie kein Schatz ist, der in eine Vitrine gehört. Es ist kein sentimentaler Zugang, den ich zu ihr habe. Dieses Ding ist einfach ein sehr guter Begleiter meines Alltags. Die Tasse hat die richtige Wandstärke, die richtige Größe, und auch ihr Henkel liegt perfekt in meiner Hand." (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 11.10.2013)

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Galerie Ostlicht

foto: nathan murrell

Verena Kaspar-Eisert bestes Stück: eine Tasse aus den 1970er-Jahren.

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