"Dicke Mädchen": Charmante Ausstrahlung

9. Oktober 2013, 17:28
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Die No-Budget-Produktion "Dicke Mädchen" des Berliner Schauspielers und Regisseurs Axel Ranisch, 2011 als Diplomfilm gedreht, kommt ins Kino

Bankkaufmann Sven teilt mit seiner Mama eine Zweiraumwohnung in Berlin-Marzahn. Die Mama leidet an Demenz, und Sven ist heimlich in ihren Tagespfleger Daniel verknallt. Diese Ausgangslage hat das Zeug zum Drama - oder zur Lachnummer. Aber ein Film, der Dicke Mädchen heißt, biegt an dieser Stelle ganz selbstverständlich und leichtfüßig in Richtung heiterer Gefilde ab: Schließlich gibt es gegen den Ernst des Lebens (und des Abschiednehmens) immer noch Musik und Tanz, Rollerausfahrten und andere Freuden des Alltags.

Dicke Mädchen war 2011 der Diplomfilm des Berliner Schauspielers und Regisseurs Axel Ranisch, nun kommt er ins Kino. Die No-Budget-Produktion, in der u. a. die Oma des Regisseurs brilliert, ist nicht perfekt ausgeleuchtet, hat aber viel charmante Ausstrahlung. Der verschlurft-lakonische Schmäh macht Spaß: "Ach komm, ihr habt doch alle 'ne Meise." (irr, DER STANDARD, 10.10.2013)

  • Leichtfüßiges Debüt um "Dicke Mädchen": Axel Ranischs sympathische No-Budget-Produktion.
    foto: dv8

    Leichtfüßiges Debüt um "Dicke Mädchen": Axel Ranischs sympathische No-Budget-Produktion.

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