Eine Leserin fragt

9. Oktober 2013, 12:21
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Unser Sohn ist vier Jahre alt. Meistens ist er glücklich, lebendig und hat immer etwas zu tun. In der Kinderbetreuung macht er bei allem mit und es fällt ihm leicht, Freundschaften

"Was tun wir, wenn wir zu Hause sind?" Zuerst dachten wir, das wäre wundervoll, aber mittlerweile fühlen wir uns wie „Entertainer", die sich ständig neue Beschäftigungen ausdenken müssen. Wenn wir einmal nichts finden, beschwert er sich und sagt, dass ihm langweilig ist. Es kommt mir vor, als habe er die Fähigkeit verloren, sich etwas auszudenken oder alleine zu spielen. Was können wir tun?

Jesper Juul antwortet

Viele Institutionen, die Nachmittagsbetreuung, Sport Camps und auch die Medien sind voll von Animationsangeboten. Sie haben alle eines gemeinsam: Sie bieten Eltern Ideen und Strategien an, um Langeweile bei ihren Kindern zu vermeiden. Ich möchte eine Lanze für die Langeweile brechen.

Es geht mir nicht darum, Eltern zu kritisieren, die ihre Zeit mit ihren Kindern genießen, die Ferien und Wochenenden nutzen, um Museen zu besuchen, gemeinsam im Garten zu arbeiten, Fahrräder zu reparieren oder gemeinsam Sport zu treiben. (Jesper Juul, derStandard.at)

  • Jesper Juul
    foto: archiv

    Jesper Juul

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