Wie viel eine Unterhose kosten darf

Kolumne13. Oktober 2013, 16:01
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Warum Frauen und Männer, wenn es um den Erwerb einer neuen Untergatti geht, etwas anders ticken

Es ist an der Zeit, über die Kosten von Unterwäsche nachzudenken. Redaktionskollege H. kaufte letztens eine Untergatti um 25 Euro und erntete dafür ein Naserümpfen von seiner Angebeteten.

Aber nicht etwa weil ihr die Unterhose nicht gefallen, sondern weil der Preis nicht ihren Vorstellungen entsprochen hat. Seitdem belästigt H. Kolleginnen und Kollegen mit der Frage, wie viel denn eine Unterflack kosten müsse - um den Segen seiner (weiblichen) Mitmenschen zu bekommen.

Ja, wie viel eigentlich?

Orientieren wir uns an der Statistik. Aus Deutschland gibt es gut abgesichertes Material, das uns bei der Lösung der Frage helfen könnte. Bei einer Markt-Media-Untersuchung fand man heraus, dass knapp 30 Prozent der 2.833 befragten Männer für ihr Feinripp unter neun Euro ausgeben, weitere 28 Prozent zwischen neun und elf Euro.

Nur ein Drittel der Befragten zeigte sich bereit, mehr als 20 Euro für eine Untergatti hinzublättern. Rein statistisch gesehen hat Kollege H. also tiefer ins Börsel gegriffen, als das die Mehrheit seiner Geschlechtsgenossen je machen würden. Davon ist übrigens auch H. überzeugt.

Die Statistiken bei den Frauen schauen aber etwas anders aus. Zwar gibt es auch hier ein knappes Drittel, das für seine Unterwäsche bzw. Dessous unter 15 Euro bezahlt, fast ein Viertel gibt aber 35 Euro und weit mehr aus. Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass H.s Freundin den Preis der Untergatti zu niedrig fand. Blöd für ihn. (Stephan Hilpold, Rondo, DER STANDARD, 11.10.2013)

  • Knapp 30 Prozent der 2.833 befragten Männer geben für ihr Feinripp unter neun Euro aus, weitere 28 Prozent zwischen neun und elf Euro.
    foto: minthklick - fotolia

    Knapp 30 Prozent der 2.833 befragten Männer geben für ihr Feinripp unter neun Euro aus, weitere 28 Prozent zwischen neun und elf Euro.

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